Die Südtiroler Landesregierung hat am Dienstag eine entscheidende Weiche für die Zukunft des Stahlwerks Valbruna in Bozen gestellt. Da die 30-jährige Konzession für das Betriebsgelände an der Voltastraße am 3. September ausläuft, wurde eine technische Verlängerung um zwölf Monate genehmigt. Parallel dazu wurden die Rahmenbedingungen für die langfristige Neuausschreibung des landeseigenen Areals festgelegt.
Klare Vorteile für Stahlproduktion und Job-Erhalt
„Das geltende Recht auf staatlicher und europäischer Ebene erlaubt keine automatische Verlängerung“, betonte Wirtschaftslandesrat Marco Galateo. Die Verlängerung um ein Jahr sei daher eine notwendige Brückenlösung, um den Betrieb zu sichern, während die Neuausschreibung vorbereitet wird. Die Kriterien für die künftige Vergabe sehen klare Anreize für die Fortführung der bisherigen Tätigkeit vor. Bewerber, die eine Weiternutzung für die Stahlerzeugung und vor allem die Übernahme der aktuellen Belegschaft garantieren, erhalten in der Ausschreibung eine deutlich höhere Punktezahl. Zwar gibt es keine Ausschließlichkeitsklausel, der Fokus auf die Sicherung des Industriestandorts und der Arbeitsplätze ist jedoch unverkennbar. Interessenten können bis Februar ihre Wirtschaftspläne einreichen. Wer auch immer den Zuschlag erhält, muss laut Landesrat Galateo innerhalb von vier Jahren mit den Arbeiten beginnen.




















