Meran – Der Küchelbergtunnel hat am 6. November eine wichtige Brandschutzprobe bestanden. Bei einem Warmrauchtest wurde die Funktionstüchtigkeit der Sicherheitssysteme im Notfall umfassend geprüft. Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider zeigte sich zufrieden mit dem positiven Verlauf und dankte allen beteiligten Technikern und Feuerwehren für die gute Zusammenarbeit.
An dem Test waren Vertreter der Ämter für Straßenbau und Straßendienst, die Landesberufsfeuerwehr, die Bezirksfeuerwehr Burggrafenamt sowie die Freiwilligen Feuerwehren von Meran und aus dem Burggrafenamt beteiligt. Unter der Aufsicht des Bauleiters und des Abnahmeprüfers wurden die Prüfungen erfolgreich abgeschlossen, wie das Ressort für Infrastrukturen und Mobilität mitteilte.
Funktion der Sicherheitssysteme im Ernstfall
Der Warmrauchtest simulierte einen Tunnelbrand, indem thermische Energie erzeugt wurde, um Rauchauftrieb und Ausbreitungsverhalten exakt nachzubilden. Dies ist vor der Verkehrsfreigabe eines Tunnels notwendig, um die Funktionsfähigkeit der Tunnelentlüftung und somit die Rettung von Menschenleben nachzuweisen. Spezielle Gasbrenner erhitzten die Luft stark, während Nebelmaschinen Rauch sichtbar machten, der sich schlagartig auf mehrere hundert Grad erwärmte und eine stabile Heißgasschicht an der Decke bildete.
Stephan Bauer, Direktor des Amtes Straßenbau West, und Johannes Strimmer, Direktor des Straßendienstes Burggrafenamt, erklärten, dass eine stabile heiße Rauchschicht an der Decke im Notfall eine raucharme Sichtverbindung als Fluchtweg ermöglicht. Gleichzeitig öffnen sich Branddetektoren die Rauchgasklappen in der Decke, und starke Abluftventilatoren in den Tunnelportalen saugen den Rauch ab. Im Ernstfall müssen die Rettungskette und das Zusammenspiel der Einsatzkräfte reibungslos funktionieren, um eine koordinierte Evakuierung zu gewährleisten. Landesrat Alfreider betonte, dass der Küchelbergtunnel diese Bewährungsprobe bestanden habe, in der Hoffnung, dass der Ernstfall nie eintrete.





















