Die Südtiroler Landesregierung hat die Weichen für die kommende Kältesaison gestellt und ein umfassendes Paket für die Winternothilfe beschlossen. Vom 1. November bis zum 15. April werden in fünf Städten insgesamt 240 reguläre Schlafplätze für Menschen ohne festen Wohnsitz bereitgestellt, um zu verhindern, dass jemand die kalten Nächte im Freien verbringen muss.
Schutz vor der Kälte in Bozen, Meran und Co.
Die Notunterkünfte verteilen sich auf die Städte Bozen (70 Plätze), Meran (45 Plätze), Brixen (20), Bruneck (20) und Leifers (20). In Meran sind dabei 25 Plätze speziell für Frauen reserviert. Zusätzlich zu diesem Kontingent werden landesweit 40 weitere Notfallplätze sowie 25 Plätze im Rahmen des Bozner Projekts „Dormizil“ aktiviert. Ziel sei es, den Menschen in Notlagen menschenwürdige und humane Übergangsbedingungen zu bieten, wie Soziallandesrätin Rosmarie Pamer nach der Regierungssitzung betonte. Die Gemeinden bleiben für den Bereich Obdachlosigkeit zuständig, während das Land die Dienste mit erheblichen Mitteln finanziert – im Vorjahr waren es 2,8 Millionen Euro.
Strikte Regeln für Sicherheit und Ordnung
Mit den Schlafplätzen wurden auch neue, verbindliche Leitlinien für den Betrieb der Unterkünfte verabschiedet. Diese sehen unter anderem vor, dass gewalttätiges oder diskriminierendes Verhalten zum sofortigen und endgültigen Ausschluss aus der Einrichtung führt. Die Namen der aufgenommenen Personen müssen täglich den zuständigen Polizeibehörden gemeldet werden. In größeren Einrichtungen mit über 25 männlichen Bewohnern ist zudem ein Sicherheitsdienst vorgeschrieben. Um in Notfällen schnelle Hilfe zu gewährleisten, muss nachts ein sozialer Notdienst in Form eines „Kältetelefons“ erreichbar sein.




















