Bozen – Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat eine zweitägige Fachtagung zu neuen Krebstherapien und deren Risiken ausgerichtet. Die Konferenz mit dem Titel „Next-tox oncology“ begann am 6. November 2026 und endete am 7. November um 13 Uhr im Four Points by Sheraton in Bozen. Rund 75 Fachleute folgten der Einladung.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen innovative Medikamente wie Immuntherapien, Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) und bispezifische Antikörper. Diese neuen Moleküle bieten laut Dr. Luca Tondulli, Primar der Abteilung Onkologie am Krankenhaus Bozen, verbesserte Behandlungsperspektiven für eine wachsende Zahl von Krebspatienten. Gleichzeitig stellten die komplexen Wirkmechanismen und spezifischen Toxizitätsprofile die onkologische Fachgemeinschaft vor neue Herausforderungen, so Tondulli.
Wissen und Strategien für den Praxiseinsatz
Ziel der Tagung war es, den Teilnehmenden fundiertes Wissen und praktische Strategien für den effektiven Einsatz der neuen Therapien zu vermitteln. Dabei ging es um die Wirkweise der Medikamente, mögliche Nebenwirkungen sowie deren Erkennung und Einordnung. Ein Hauptanliegen war es, den Nutzen für die Patienten zu maximieren und die Anwendungsrisiken zu minimieren.
Die Konferenz richtete sich an Onkologen, Hämatologen, Fachärzte verwandter Disziplinen wie Gastroenterologie, Dermatologie, Neurologie, Kardiologie, Endokrinologie und Pneumologie sowie an Krankenhausapotheker, Molekularbiologen und spezialisierte Pflegekräfte. Die Teilnehmer lernten neue Strategien zur Verbesserung der Patientenbehandlung durch einen multidisziplinären Ansatz kennen.
Neben Experten des Südtiroler Sanitätsbetriebes und des Trentiner Sanitätsbetriebes (Asuit) waren auch Referierende aus anderen italienischen Regionen anwesend. Die wissenschaftliche Leitung teilten sich Dr. Luca Tondulli, Primar der Abteilung Onkologie am Krankenhaus Bozen, sowie Dr.in Stefania Kinspergher und Dr.in Eva Regina Haspinger, beide Fachärztinnen der Onkologie am Krankenhaus Bozen.




















