Bozen – Beim 27. Tag der Chronisten in Bozen gründeten Südtirols lokale Geschichtsforscher den Verein „Chronikwesen Südtirol KDS“. Dieser neue Verband soll die Arbeit der Chronistinnen und Chronisten auf rechtlicher Basis absichern und als gemeinsame Plattform ihre Anliegen bündeln. Landesrat Philipp Achammer dankte den Anwesenden für ihr Engagement und betonte die unverzichtbare Bedeutung ihrer Tätigkeit für das Bewusstsein der lokalen Geschichte.
Der Gemeindenverbandspräsident Dominik Oberstaller sicherte ebenfalls die Unterstützung der Gemeinden zu. Er hob hervor, dass die Arbeit der Chronistinnen und Chronisten für die Aufarbeitung und Weitergabe lokaler Traditionen und Geschichte entscheidend sei. Klaus Tumler, Geschäftsführer des Südtiroler Bildungszentrums, bezeichnete den neuen Verein als „Lobby mit juristischem Hintergrund“, der die Arbeit nachhaltig stärken solle.
Stärkere Interessensvertretung und Fortbildung
Landeschronist Wolfgang Thöni unterstrich den besonderen Stellenwert der Chronistinnen und Chronisten beim Sammeln alter Schriften und Fotos. Durch den Verein sei künftig eine stärkere Interessensvertretung möglich. Zudem wolle man die Mitglieder mit Fort- und Weiterbildungsangeboten sowie in rechtlicher Hinsicht unterstützen. Das Südtiroler Bildungszentrum hatte im Jahr 2025 die organisatorische Zuständigkeit für das Chronikwesen vom Südtiroler Landesarchiv übernommen, die Zusammenarbeit besteht jedoch weiterhin.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden sieben verdiente Chronistinnen und Chronisten für ihr jahrzehntelanges Engagement geehrt und zu Ehrenchronisten ernannt. Dazu zählten Frieda Kainz Baldini aus Marling, Maria Fliri Gerstgrasser aus Naturns, Rosa Pircher aus dem Passeiertal, Adolf Höllrigl aus Kuens, Andreas Piok aus St. Andrä/Brixen, Josef Pircher aus Riffian und Ludwig Veith aus Prad am Stilfserjoch. Der Tag endete mit einer Exkursion zum Kraftwerk St. Anton.





















