Das lang geplante Vorhaben einer neuen Seilbahnverbindung zwischen Bozen und Jenesien rückt in greifbare Nähe. Die Südtiroler Landesregierung hat am heutigen Dienstag, dem 19. August, die aktualisierten technischen Eigenschaften des Bauvorhabens genehmigt und gleichzeitig grünes Licht für die vollständige Finanzierung des Großprojekts gegeben. Damit ist der Weg für die Realisierung durch die landeseigene Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) frei.
Finanzierung durch EU-Wiederaufbaufonds gesichert
Die Gesamtkosten für die moderne Seilbahnanlage belaufen sich auf rund 39,7 Millionen Euro. Ein Großteil dieser Summe, nämlich 37,5 Millionen Euro, wird aus dem Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzfonds (PNRR) der EU stammen, die vom Ministerium für Infrastrukturen und Transport für das Haushaltsjahr 2026 zweckgebunden wurden. Die finanzielle Deckung für den Restbetrag von circa 2,2 Millionen Euro ist ebenfalls durch Mittel aus dem EFRE-Fonds sowie durch Gelder des Landes Südtirol gesichert. „Das Seilbahnprojekt Jenesien soll eine nachhaltige, schnelle und bequeme Mobilitätslösung für Einheimische und Gäste darstellen“, betonte Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.
Moderne Pendelbahn ohne Mittelstation
Die Planungen sehen eine Zweiseilpendelbahn vor, die mit zwei Kabinen für je rund 45 Personen eine Förderleistung von bis zu 350 Personen pro Stunde erreicht. Im Vergleich zu früheren Entwürfen wurde das Projekt angepasst: Die ursprünglich geplante Mittelstation entfällt. Dafür wird die Trasse im oberen Bereich leicht verschoben, um die Erreichbarkeit zu verbessern, und das Gebäude der Talstation rückt vier Meter näher an die Straße. Ein zentrales Ziel ist laut Landesrat Alfreider die Schaffung eines intermodalen Verkehrsknotens. An der Tal- und Bergstation sind überdachte sowie diebstahlsichere Fahrradabstellplätze geplant, die mit dem SüdtirolPass zugänglich sein werden. Eine gute Anbindung an Fuß- und Radwege, an den Busverkehr sowie an einen neuen Parkplatz mit 60 Stellplätzen an der Talstation soll die Attraktivität der neuen Seilbahn für alle Nutzergruppen weiter steigern.




















