Einer jahrelangen Flucht vor der italienischen Justiz wurde in den vergangenen Tagen ein Ende gesetzt: Ein 48-jähriger algerischer Staatsbürger, der in der Provinz Fermo als Schlüsselfigur im Drogenhandel galt, konnte in Belgien aufgespürt und festgenommen werden. Gegen den Mann lag ein Europäischer Haftbefehl zur Vollstreckung einer Haftstrafe von fast zehn Jahren vor. Seine Verhaftung ist ein bedeutender Erfolg für die Carabinieri von Fermo und ein Beispiel für funktionierende internationale Polizeikooperation.
Internationale Fahndung führt zum Erfolg
Die entscheidende Operation fand in einer kleinen Stadt südlich von Brüssel statt und beendete eine Fahndung, die seit 2023 intensiviert worden war. Die Ermittler der Carabinieri von Fermo hatten die Spur des Mannes, der unter zahlreichen Aliasnamen und falschen Nationalitäten agierte, aufgenommen. In enger Abstimmung mit dem italienischen Dienst für internationale Polizeikooperation und den belgischen Behörden gelang es schließlich, den Aufenthaltsort des Flüchtigen zu lokalisieren und den Zugriff zu koordinieren. Der Mann, der früher in Sant’Elpidio a Mare wohnte, steht nun vor der Auslieferung an Italien, um seine Reststrafe von neun Jahren, fünf Monaten und acht Tagen zu verbüßen.
Ein langes Register an Straftaten
Der 48-Jährige war den Behörden wegen einer langen Reihe von Straftaten bekannt, die er zwischen 2002 und 2010 in den Provinzen Macerata und Fermo begangen hatte. Sein Sündenregister umfasst schweren Drogenhandel, unter anderem mit Kilogramm-Mengen Heroin, die Herstellung gefälschter Dokumente, Hehlerei und Sachbeschädigung. Insbesondere im Küstenort Lido Tre Archi war er für seine kriminellen Aktivitäten berüchtigt. Dort war er an gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Hieb- und Stichwaffen beteiligt und zerstörte gemeinsam mit Komplizen das Schaufenster einer Bar. Zudem entzog er sich mehrfach der Justiz, indem er in den Jahren 2008 und 2010 aus dem Hausarrest floh und untertauchte. Ironischerweise war der Mann bei seiner Festnahme in Belgien bereits wieder wegen Raubdelikten inhaftiert – auch dort unter falscher Identität.




















