Die Bahninfrastruktur in Südtirol erhält eine bedeutende finanzielle Aufwertung. Die Landesregierung hat am Dienstag, dem 19. August, eine Vereinbarung mit dem italienischen Eisenbahnnetzbetreiber RFI genehmigt, die eine umfassende Modernisierung von 13 Bahnhöfen entlang der Pustertaler Bahnlinie vorsieht. Für die Maßnahmen zur Instandhaltung sowie zur Verbesserung von Sicherheit und Zugänglichkeit werden insgesamt rund 7,2 Millionen Euro investiert.
Großprojekt im Pustertal nutzt Synergien
Die Sanierungsarbeiten an den Bahnhöfen zwischen Franzensfeste und Innichen sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Wie Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider nach der Regierungssitzung erklärte, werden die Arbeiten bewusst zeitgleich mit den ohnehin geplanten Streckensperrungen für die Großbaustelle der Riggertalschleife durchgeführt. Auf diese Weise können Synergien optimal genutzt und zusätzliche Einschränkungen für die Fahrgäste vermieden werden. Das Investitionspaket, das durch Mittel aus dem Olympia-Sonderplan finanziert wird, umfasst die Erneuerung von Bahnsteigen, die Sanierung von Unterführungen und Aufzügen sowie die Modernisierung von Überdachungen und Beleuchtungsanlagen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Barrierefreiheit und Energieeffizienz.
Moderne Standards für den Bahnverkehr der Zukunft
„Mit den Arbeiten im Pustertal und den Modernisierungen auf weiteren Bahnlinien schaffen wir moderne Standards für die Zukunft“, betonte Landesrat Alfreider. Die Investitionen sollen nicht nur die Sicherheit und den Komfort für die Reisenden erhöhen, sondern die Bahnhöfe insgesamt auf ein zeitgemäßes Niveau heben. Neben dem Pustertal werden auch auf anderen Strecken Modernisierungen umgesetzt. So werden beispielsweise im Vinschgau die Bahnsteige verlängert, um den Einsatz neuerer Zuggarnituren zu ermöglichen. Alfreider räumte ein, dass es bei der Abnahme einiger neuer Aufzüge im Pustertal derzeit noch zu kleineren Verzögerungen komme, diese sollen jedoch in Kürze behoben sein.




















