Die Oppositionspartei Team K kritisiert den Zustand der schulischen Inklusion in Südtirol mit drastischen Worten. „In vielen Schulen existiert die Inklusion nur noch auf dem Papier“, erklärt der Landtagsabgeordnete Alex Ploner. Grund dafür seien ein massiver Personalmangel und das politische Versagen der Landesregierung.
Die Zahlen sind alarmierend: Nach der jüngsten Stellenwahl sind 150 Stellen für Mitarbeitende im Bereich Integration unbesetzt geblieben. Zudem sei der Betreuungsschlüssel für Kinder mit Förderbedarf in Südtirol mit bis zu sechs Kindern pro Förderlehrperson deutlich schlechter als der nationale Durchschnitt von 1:2, was auf ein Landesgesetz zurückzuführen sei, das die Landesregierung seit Jahren nicht an die nationalen Standards anpasse.
Ploner wirft den zuständigen Landesräten Achammer und Galateo vor, die Situation mit „leeren Versprechungen” und „billiger Propaganda” zu beschönigen. Anstatt wirksamer Maßnahmen gebe es nur „improvisierte Notlösungen“ wie den Einsatz von unzureichend ausgebildetem Personal – alles auf Kosten der Kinder mit Behinderung und ihrer Familien.
Das Team K fordert eine sofortige und tiefgreifende Reform. Notwendig sind eine Anpassung des Landesgesetzes, mehr Ressourcen sowie die längst versprochenen Gehaltserhöhungen, um die Berufe im Inklusionsbereich wieder attraktiver zu machen und das System vor dem Kollaps zu bewahren.




















