Ein Wochenende der Gewalt hat in Bozen zu mehreren Festnahmen und teils schweren Verletzungen bei Polizeibeamten geführt. Im Zuge einer von Polizeichef Giuseppe Ferrari angeordneten Sonderaktion gegen das ausufernde Nachtleben und zur Erhöhung der städtischen Sicherheit griff die Staatspolizei konsequent durch. Insgesamt wurden drei marokkanische Staatsbürger nach gewalttätigen Auseinandersetzungen festgenommen.
Gewalteskalation am Dominikanerplatz
Der schwerwiegendste Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Sonntag am Dominikanerplatz. Als Beamte versuchten, einen heftigen Streit zwischen zwei Männern zu schlichten, wurden sie massiv beleidigt und tätlich angegriffen. Einer der Männer, ein marokkanischer Asylbewerber, bedrohte die Polizisten mit einer Glasflasche und wehrte sich so heftig gegen seine Festnahme, dass ein Beamter zu Boden stürzte und sich den Ellbogen brach. Sein Landsmann attackierte daraufhin die Einsatzkräfte, um die Festnahme zu verhindern, und verletzte einen weiteren Beamten an der Hand. Wie sich herausstellte, waren beide Männer bereits zuvor am selben Abend durch aggressives Verhalten aufgefallen: einer in einem Supermarkt, der andere im Krankenhaus von Bozen.
Weitere Festnahme am Bahnhof und konsequentes Vorgehen
Auch am Bahnhof musste die Polizei eingreifen. Dort hatte ein unter Alkoholeinfluss stehender Mann Fahrgäste in einem Zug belästigt und anschließend einen Sicherheitsbeamten attackiert. Bei der Festnahme durch die Bahnpolizei wurde ein weiterer Beamter verletzt. Für die drei festgenommenen Männer hat ihr Verhalten nun ernste Konsequenzen, die von der Beeinflussung ihrer Asylverfahren bis hin zur möglichen Ausweisung aus dem Staatsgebiet reichen. Die Polizei betont, dass die verstärkten Kontrollen, insbesondere in als gefährdet eingestuften Stadtvierteln, fortgesetzt werden. Im Zuge dessen wurden am Wochenende bereits über ein Dutzend Wegweisungen für Personen ausgesprochen, die in städtischen Parks kampierten.




















