Ein digitaler Einbruch mit weitreichenden Folgen für Reisende: Kriminelle Hacker haben bei einem Cyberangriff auf Hotels in Italien und Mallorca die hochsensiblen Ausweisdaten von zehntausenden Gästen gestohlen. Der Vorfall, der vor allem Häuser im gehobenen Segment betrifft, sorgt für große Beunruhigung bei Urlaubern und in der Sicherheitsbranche.
Sensible Dokumente im Darknet aufgetaucht
Wie nun bekannt wurde, erbeuteten die Täter Kopien von Personalausweisen und Reisepässen, die Gäste beim Check-in hinterlegen mussten. Allein in einem bekannten Vier-Sterne-Hotel in Venedig sollen die Hacker 38.000 Dokumente abgegriffen haben. Experten gehen davon aus, dass zahlreiche weitere Hotels in beliebten Reisezielen wie Capri und Triest betroffen sind. Die genaue Nationalität der betroffenen Gäste wurde von den Behörden bisher nicht bekannt gegeben.
Der Diebstahl hat bereits konkrete Konsequenzen. Nach Angaben der staatlichen Agentur für Digitales in Italien (AgID) werden die gestohlenen Identitäten bereits verpixelt im Darknet zum Kauf angeboten. Die Preise für die Datensätze sollen je nach Qualität und Umfang zwischen 800 und 10.000 Euro liegen. Sicherheitsbehörden warnen, dass solche Daten missbraucht werden können, um Online-Verifizierungen zu umgehen oder kriminelle Geschäfte unter falscher Identität abzuwickeln. Der Vorfall hat in Italien eine neue Debatte über die Sicherheit digitaler Gästedaten in der Tourismusbranche ausgelöst.




















