Als Reaktion auf den zunehmenden Overtourism auf der Seceda in Gröden haben sich Vertreter von Land, Gemeinden und Tourismus am Freitag auf konkrete Gegenmaßnahmen geeinigt. Um den durch soziale Medien befeuerten Ansturm auf den Hotspot zu steuern, soll künftig ein Buchungssystem mit Timeslots nach dem Vorbild des Pragser Tals eingeführt werden.
Bei einem Treffen in St. Ulrich herrschte Einigkeit: Die Belastungsgrenze ist erreicht. Der Massenandrang beeinträchtige die Lebensqualität der Einheimischen und stehe im Widerspruch zu einem nachhaltigen Qualitätstourismus. „Der Tourismus darf nicht zulasten der Lebensqualität gehen”, betonte Landesrat Luis Walcher.
Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe soll nun zeitnah ein Konzept für die Seceda ausarbeiten. Die Lösung soll vor Ort – „von Gröden für Gröden“ – entstehen und auch Ausnahmeregelungen für die lokale Bevölkerung vorsehen. Das Land wird den Prozess über die IDM unterstützen.
Laut Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider sind die Maßnahmen zur Besucherlenkung Teil einer umfassenderen Strategie. Parallel dazu werde weiter in den öffentlichen Nahverkehr investiert und an einer besseren Steuerung der Mobilität von Tagesgästen gearbeitet.
Das auf der Seceda entwickelte System soll als übertragbares Modell dienen und könnte künftig auch in anderen stark frequentierten Gebieten Südtirols zur Anwendung kommen, um den Tourismus nachhaltig und im Einklang mit den Bedürfnissen der Bevölkerung zu gestalten.





















