Während das politische Rom im August in eine kurze Sommerpause geht, wird Staatspräsident Sergio Mattarella am morgigen Samstag zu seinem traditionellen Bergurlaub in Südtirol erwartet. Er wird am Vormittag in Bozen landen und seine Ferien wie schon in den Vorjahren in den Alpen verbringen – ein Kontrastprogramm zu vielen anderen Spitzenpolitikern, allen voran Premierministerin Giorgia Meloni.
Mattarella wird im militärischen Erholungszentrum „Villa Ausserer“ in Kastelruth residieren. Bis zu seiner Abreise am 25. August sind keine offiziellen Termine geplant, der Aufenthalt dient der Erholung bei privaten Spaziergängen. Einzig ein informelles Treffen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher zum Austausch über politische Themen und die Autonomie ist vorgesehen.
Während der Präsident die Südtiroler Bergluft genießt, zieht es Premierministerin Meloni Berichten zufolge für einige Tage ans Meer nach Griechenland, bevor sie ihren Urlaub nach Ferragosto in Apulien fortsetzt. Auch die Präsidenten der beiden Parlamentskammern, Lorenzo Fontana (Gargano) und Ignazio La Russa (Sizilien), bevorzugen die Küste.
In der Regierungsmannschaft teilt sich das Bild: Während Vize-Premier Matteo Salvini einige Tage im Trentino wandern wird, verbringt Außenminister Antonio Tajani die Zeit zu Hause in Fiuggi. Auch bei der Opposition ist der Trend uneinheitlich: Giuseppe Conte (Fünf-Sterne-Bewegung) erholt sich im heimatlichen Apulien, Carlo Calenda (Azione) reist nach Portugal. Einen gänzlich anderen Weg wählt der Sekretär der Radikalen, Filippo Blengino: Er wird den August für Besuche in italienischen Gefängnissen nutzen.




















