Die heutige Ernennung von Florian Zerzer zum neuen Direktor der Landesabteilung für Natur, Landschaft und Raumentwicklung hat zu einer heftigen Reaktion der Süd-Tiroler Freiheit geführt. Die Partei bezeichnete die Entscheidung in einer Aussendung als „schlechten Witz“ und als Beweis für „Filz und schamlosen Postenschacher“ im „System Südtirol“.
Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll wirft Zerzer vor, als ehemaliger Generaldirektor des Sanitätsbetriebs eine „Zumutung“ gewesen zu sein. Sein Verhalten im Untersuchungsausschuss zur sogenannten Maskenaffäre sei unprofessionell gewesen und habe dem ganzen Betrieb geschadet. Die Partei hebt hervor, dass gegen Zerzer ein Gerichtsverfahren laufe, bei dem die Staatsanwaltschaft eine Schadenersatzforderung von 6,7 Millionen Euro für den Ankauf von untauglicher Schutzausrüstung während der Corona-Pandemie fordere. Einem derart „vorbelasteten Mann“ ein wichtiges Amt zu übertragen, sei nicht nachvollziehbar.
Die Süd-Tiroler Freiheit kritisiert zudem, dass Zerzer bereits zuvor durch ein „fragwürdiges Manöver“ in das Register der Führungskräfte aufgenommen und ihm ein hochdotierter „Sonderauftrag für Digitalisierung“ zugeschanzt worden sei. All dies zeige, dass unter Landeshauptmann Kompatscher „Freunderlwirtschaft“ und „Filz“ Hochkonjunktur feierten, so die scharfe Kritik der Oppositionspartei.




















