Ein gewaltsamer Vorfall im Gsiesertal am vergangenen Wochenende sorgt für Aufsehen und befeuert die Diskussion um die negativen Auswirkungen des Tourismus in Südtirol. Ein einheimischer Almwirt wurde dort mutmaßlich von italienischen Touristen mit Pfefferspray attackiert, nachdem er sie offenbar auf ihr unangebrachtes Verhalten hingewiesen hatte.
Der Pustertaler Bezirksausschuss der Partei Süd-Tiroler Freiheit hat den Vorfall aufs Schärfste verurteilt und warnt in einer Aussendung eindringlich vor den Folgen eines ausufernden Massentourismus. „Solche Gäste braucht es bei uns nicht!“, stellt Bezirkssprecher Hansjörg Karbon klar. Der Angriff sei ein alarmierendes Beispiel für eine besorgniserregende Entwicklung.
Die Partei sieht den Vorfall nicht als Einzelfall, sondern als Symptom eines generellen Problems des „Übertourismus“, das sich auch in überfüllten Tälern, Verkehrskollaps und steigenden Mieten zeige. Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher ein radikales Umdenken in der Tourismuspolitik des Landes unter dem Motto „Qualität statt Quantität“. Der Tourismus müsse wieder im Dienst der einheimischen Bevölkerung und der Natur stehen, nicht umgekehrt. Man stehe an der Seite aller Einheimischen, die unter den negativen Auswüchsen zu leiden hätten, so die Partei.




















