Bei der jüngsten Regionenkonferenz in Rom hat Landeshauptmann Arno Kompatscher die drängende Problematik der zunehmenden Verkehrsbelastung auf den Alpenstraßen thematisiert. Er betonte, dass überhöhte Geschwindigkeiten und Lärm die sensible Bergumwelt und die dort lebende Bevölkerung gleichermaßen stark belasten. „Wir brauchen mehr Kontrollen, klare Regeln und funktionierende Kontrollinstrumente, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken”, so Kompatscher.
Das Land Südtirol hat dazu ein detailliertes Maßnahmenpaket ausgearbeitet, das bereits auf technischer Ebene in die Regionenkonferenz eingebracht und mit den anderen Regionen diskutiert wird. Das Paket zielt darauf ab, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Anrainer und die Umwelt entlang der Bergstraßen zu entlasten. Zu den Vorschlägen gehören Vereinfachungen für Kontrollen durch fixe Radarstationen sowie zusätzliches Personal für die Ortspolizei.
Darüber hinaus wird die Einführung von Dezibel-Fahrverboten geprüft, um besonders laute Fahrzeuge aus sensiblen Gebieten fernzuhalten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Möglichkeit einer Zufahrtsbeschränkung und -bemautung in stark belasteten Zonen. Die dadurch erzielten Einnahmen sollen gezielt in Projekte für umweltfreundliche Mobilität investiert werden. Zudem könnten digitale Verkehrsmanagementsysteme eingesetzt werden, um den Verkehrsfluss besser zu steuern und Überlastungen zu verhindern.
Landeshauptmann Kompatscher hat bereits in der vergangenen Woche eine Resolution der betroffenen Gemeinden an Verkehrsminister Matteo Salvini übergeben. Dieser zeigte sich offen für die Anliegen und hat Unterstützung zugesagt. Auch Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider hat sich bereits mit Unterstaatssekretär Tulio Ferrante über Verkehrsbeschränkungen und Radarkontrollen ausgetauscht.




















