Eine neue finanzielle Unterstützung für Senioren sorgt in Südtirol für politische Unruhe und Verunsicherung bei den Betroffenen. Obwohl die Antragsfrist für den Landeszuschuss bereits am 30. September endet, herrscht Unklarheit über die genauen Berechnungsgrundlagen. Dies ruft nun scharfe Kritik aus der Opposition auf den Plan.
Streitpunkt Eigenheim: Wer ist anspruchsberechtigt?
Im Kern der Debatte steht die Frage, ob der Wert der Erstwohnung in die Berechnung der wirtschaftlichen Lage (ISEE) einfließt. Anspruchsberechtigt sollen Personen über 65 Jahre sein, deren ISEE-Wert unter 20.000 Euro liegt. Eine widersprüchliche Aussage einer SVP-Funktionärin, wonach das Eigenheim nicht zähle, hat für große Verwirrung gesorgt, da dies den staatlichen ISEE-Regeln widerspricht. Der Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber fordert nun umgehend Aufklärung von der Landesregierung. Er warnt davor, dass viele Senioren mit niedriger Rente allein wegen des Wertes ihrer Eigentumswohnung durch das Raster fallen könnten. „Mit den Mauern kann sich niemand den Kühlschrank füllen“, so Leiter Reber. Zudem wirft er der Regierung vor, bei der Umsetzung des Projekts, das der Landtag bereits vor eineinhalb Jahren in Auftrag gegeben hatte, fahrlässig langsam zu agieren. Andere Regionen wie Friaul seien hier deutlich schneller gewesen. Die Forderung lautet daher, die Kriterien umgehend und unmissverständlich zu veröffentlichen.




















