Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels und der steigenden Zahl von Pensionisten, die einer Beschäftigung nachgehen, fordert der Wirtschaftsverband hds dringend steuerliche Anreize, um die Weiterbeschäftigung im Alter attraktiver zu gestalten. Laut Daten des Sozialversicherungsinstituts INPS arbeiten bereits 8,5 Prozent der Rentenbezieher weiter; im Handel ist der Anteil besonders hoch.
Die Gründe für den Verbleib im Beruf sind vielfältig: Neben der Aufbesserung der Rente sind es oft auch fehlende Nachfolger oder der Wunsch, den über Jahre aufgebauten Kundenkontakt zu pflegen. hds-Präsident Philipp Moser bezeichnet diese Menschen als „eine wertvolle Ressource an Professionalität und Erfahrung“, auf die man nicht verzichten dürfe. „Ich denke dabei etwa an die Möglichkeit, diese erfahrenen Kräfte mit jungen Menschen zusammenarbeiten zu lassen, um deren Wissen weiterzugeben“, so Moser.
Ein zentrales Hindernis ist jedoch die aktuelle steuerliche Belastung. Die Kombination aus Rente und Arbeitseinkommen führt oft zu hohen Abzügen. „Es braucht eine steuerlich attraktive Lösung, die es Rentnern ermöglicht, weiterzuarbeiten, ohne dass ihre Bereitschaft wirtschaftlich zu stark bestraft wird“, betont Moser.
Der Verband hat die Thematik bereits auf politischer Ebene bei SVP-Senator Meinhard Durnwalder deponiert. Obwohl die Zuständigkeit in Rom liegt, will der hds das Thema aufmerksam weiterverfolgen, um gemeinsam mit den Verantwortlichen in Rom an einer tragfähigen Lösung für Betriebe und die erfahrenen Arbeitskräfte zu arbeiten.




















