Autofahrer und Spediteure müssen sich auf erhebliche Verkehrsbehinderungen auf einer der wichtigsten Alpentransversalen einstellen. Der „Andreas-Hofer-Bund für Tirol“ (AHBT) hat für Samstag, den 11. Oktober 2025, eine dreistündige Blockade der Brennerautobahn A13 auf österreichischem Staatsgebiet angekündigt. Die als „gewaltfreie Demonstration“ bezeichnete Aktion soll von 14:00 bis 17:00 Uhr dauern.
Mit dem drastischen Schritt will die überparteiliche Initiative auf die ihrer Ansicht nach seit Jahrzehnten andauernde Ignoranz der Politik aufmerksam machen. Man sehe sich zu diesem Schritt gezwungen, da die Regierungen in Wien sowie die Landesregierungen in Innsbruck, Bozen und Trient den Bezug zu den Anliegen der Tiroler Bevölkerung verloren hätten.
Kritik an Transit- und Südtirol-Politik
Die Liste der Vorwürfe der Organisatoren ist lang. Ein zentraler Punkt ist die massive Belastung der Lebensqualität durch den Transitverkehr, auf die politisch kaum oder gar nicht reagiert werde. Als Beispiel wird die Gemeinde Gries am Brenner genannt. Darüber hinaus prangert der AHBT den Umgang mit historischen Südtirol-Themen an. So würden die Fälle der noch im Exil lebenden ehemaligen „Freiheitskämpfer“ Erhart Hartung und Siegfried Steger seit über 50 Jahren ignoriert. Auch die jüngste Reform des Autonomiestatuts für Südtirol bezeichnen die Organisatoren als eine irreführende „Mogelpackung“, die die eigentlichen Probleme nicht löse.
Gewaltfreier Protest als letztes Mittel
Der Andreas-Hofer-Bund betont, dass die geplante Aktion „friedlich, demokratisch und respektvoll“ ablaufen solle. Man sei FÜR die Menschen und nicht gegen jemanden gerichtet. Die Blockade wird als letztes Mittel dargestellt, um einen Dialog zu erzwingen, der von der Politik seit langem verweigert werde. Die Veranstaltung wurde bei der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck als Versammlung angemeldet. Die Behörde prüft nun den Antrag und wird in den kommenden Wochen über eine Genehmigung entscheiden. Zu der Demonstration sind neben der breiten Bevölkerung auch Politiker aller Parteien sowie Würdenträger aus Kirche und Gesellschaft eingeladen.




















