Mit deutlichen Worten hat sich Bergsteiger-Legende Reinhold Messner in die Wolfsdebatte eingeschaltet und damit einen Sturm der Entrüstung bei Tierschützern ausgelöst. In einem Interview bezeichnete Messner die Wölfe als eines der größten Probleme der Bergwelt und brachte deren Abschuss oder Sterilisierung ins Spiel. Die Tierschutzorganisation „Lndc Animal Protection“ reagierte umgehend und wies die Forderungen als „absurd“ und „irreführend“ zurück.
Die Tierschützer zeigen sich in einer Stellungnahme enttäuscht von den Äußerungen des Mannes, der wie kaum ein anderer für die Liebe zu den Bergen steht. Es sei ein Paradox, dass ausgerechnet er die Ausrottung einer der symbolträchtigsten Tierarten der Alpen fordere.
„Der Wolf ist kein Feind“
Der Verein widerspricht Messners Darstellung vehement: „Der Wolf ist kein Feind, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Ökosystems der Berge“, heißt es in der Kritik. Ihn als Hauptbedrohung darzustellen, sei schlichtweg falsch. Entgegen den Behauptungen Messners sei ein Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf nicht nur möglich, sondern in vielen Teilen Italiens bereits gelebte Realität. Durch bewährte Schutzmaßnahmen wie Zäune, den Einsatz von Herdenschutzhunden und schnelle Entschädigungszahlungen an Viehzüchter könne eine Koexistenz ohne große Dramen gelingen. Zudem sehen die Tierschützer einen Widerspruch in Messners Argumentation: Einerseits liebe er die Berge für ihre unberührten Landschaften, andererseits behaupte er, diese würden ohne menschliches Eingreifen verfallen. Die Wahrheit sei jedoch, dass die Natur sich sehr gut selbst regulieren könne und die Interessen des Menschen nicht immer Vorrang haben sollten.




















