Die Südtiroler Landesregierung sichert die Fortführung eines erfolgreichen Förderprogramms zum Austausch veralteter Holz-Zentralheizungen. Nachdem die staatlichen Mittel aufgrund der hohen Nachfrage vorzeitig aufgebraucht waren, springt das Land nun mit eigenen Geldern ein. Damit soll die Modernisierung von Heizanlagen weiter vorangetrieben und die Luftqualität im Land nachhaltig verbessert werden.
Hohe Nachfrage ließ Fördertöpfe versiegen
Das 2023 gestartete Programm, das den Umstieg von umweltschädlichen Altanlagen auf moderne 5-Sterne-Holzheizungen oder Wärmepumpen finanziell unterstützt, stieß auf eine überwältigende Resonanz. Bis zur Einreichfrist im Juni dieses Jahres gingen 118 Anträge ein, wodurch der staatliche Fördertopf in Höhe von 3,6 Millionen Euro bereits zwei Jahre früher als geplant leer war. Laut Umweltlandesrat Peter Brunner stellen die rund 700 veralteten Anlagen in Südtirol eine erhebliche Quelle für Feinstaub und krebserregende Schadstoffe dar. Mit der Aufstockung der Mittel durch das Land können nun alle eingegangenen Anträge berücksichtigt und das Programm bis 2027 fortgeführt werden.
Gezielte Förderung für Großanlagen
Wichtig zu wissen ist, dass sich die Förderung gezielt an Betreiber von großen Zentralheizungen mit einer Leistung zwischen 35 und 500 Kilowatt richtet, deren Baujahr 2003 oder früher ist. Diese finden sich typischerweise in Mehrfamilienhäusern, Hotels oder Unternehmen. Kleine Holzöfen in Privathaushalten sind nicht Teil des Programms. Der Grund dafür ist technischer Natur: Bei Großanlagen ist die veraltete Technik der Hauptgrund für hohe Emissionen. „Eine neue Anlage emittiert um 90 Prozent weniger Feinstaub“, erklärt Georg Pichler vom Landesamt für Luft und Lärm. Bei kleinen, manuell bedienten Öfen sei hingegen oft das falsche Heizverhalten der Nutzer das größere Problem für die Luftqualität.




















