Nach wiederholten Beschwerden von Anwohnern haben die Meraner Ortspolizei und die Staatspolizei kürzlich ein verlassenes Gebäude in der 4.-November-Straße geräumt, das von mindestens drei Personen illegal bewohnt wurde. Um zukünftige Besetzungen zu verhindern, wurden die Eigentümer angewiesen, alle Zugänge zumauern zu lassen.
Das Gebäude mit der Hausnummer 70 war bereits in der Vergangenheit wegen Einbrüchen und eines verwahrlosten Zustands ins Visier der Behörden geraten. Bei einer erneuten Kontrolle vor wenigen Tagen fanden die Beamten die Räumlichkeiten verlassen, aber in einem desolaten Zustand vor. „Auf dem Boden lag Müll aller Art, und es bestand eine potenzielle Gefahr für die Hygiene und die öffentliche Gesundheit“, erklärte Ortspolizei-Kommandant Alessandro De Paoli heute im Rahmen einer Pressekonferenz.
Daraufhin erließ die Bürgermeisterin eine Verordnung, die die Eigentümer verpflichtete, umgehend zu handeln. Diese kamen der Aufforderung nach, ließen das gesamte Gebäude und den Garten auf eigene Kosten säubern und schnitten die Pflanzen zurück. Als entscheidende Maßnahme wurden alle Zugänge zum Haus zugemauert, um unbefugten Zutritt künftig unmöglich zu machen.
Vizebürgermeister Nerio Zaccaria betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. „Dieser jüngste Vorfall ist ein klassisches Beispiel für Nachbarschaftskontrolle. Wir wurden von Anwohnern auf die unbefugte Anwesenheit von Personen aufmerksam gemacht und konnten daraufhin das Räumungsverfahren einleiten“, so Zaccaria. Er dankte den Bürgern für ihre Aufmerksamkeit und ermutigte sie, verdächtige Vorkommnisse auch weiterhin zu melden.




















