Das Team K hat zwei umfassende Vorschläge zur nachhaltigen Steuerung des Tourismus in Südtirol vorgestellt. Ziel ist es, die immer wieder auftretenden übermäßigen Touristenströme an beliebten Attraktionen zu vermeiden und so das Territorium sowie die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung zu schützen. Die Anträge, die im Rahmen der Haushaltsberatungen noch nicht zur Abstimmung kamen, werden im Herbst erneut diskutiert.
Paul Köllensperger, Erstunterzeichner der Vorschläge, betont die Notwendigkeit, „die regelmäßig auftretenden Exzesse in bestimmten Gebieten und zu bestimmten Zeiten zu vermeiden.“ Konkret fordert das Team K eine Besucherobergrenze für touristische Hotspots. Dabei soll Einheimischen über den Südtirol Pass ein bevorzugter Zugang gewährt werden. Dieser Vorschlag orientiert sich an bereits bestehenden Modellen in anderen europäischen Regionen, wie etwa limitierten Strandzugängen auf Sardinien. Die Landesregierung soll innerhalb von sechs Monaten gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden einen detaillierten Plan für dieses Kontingentsystem ausarbeiten und zudem während der Hochsaison auf touristische Marketingkampagnen verzichten.
Ein weiterer zentraler Punkt ist der geforderte Stopp für neue touristische Aufstiegsanlagen. Der Antrag verlangt, dass die Landesregierung keine neuen Anlagen zu touristischen Zwecken genehmigt, die nicht der Kategorie A (öffentlicher Verkehr) entsprechen. Zudem sollen Steuergelder für die Errichtung oder Unterstützung von Anlagen auf neuen Trassen ausgeschlossen werden, wenn diese nicht den Kriterien nachhaltiger Mobilität und dem Nutzen für die lokale Bevölkerung entsprechen. Stattdessen soll das öffentliche Verkehrsnetz, einschließlich der Seilbahnen der Kategorie A, als nachhaltige Alternative zum privaten Autoverkehr weiter ausgebaut werden.
Köllensperger weist darauf hin, dass das Team K diesen Vorschlag bereits vor sechs Jahren eingebracht, die SVP ihn damals jedoch abgelehnt habe. Angesichts der aktuellen Diskussionen um überfüllte Hotspots, wie die kilometerlangen Warteschlangen an der Seceda-Seilbahn, erwartet das Team K nun eine konsequente Haltung der Landesregierung.




















