Der Landtagsabgeordnete Franz Ploner übt scharfe Kritik am Umgang des Südtiroler Sanitätsbetriebs mit öffentlichen Geldern in den Bereichen Forschung und Innovation. In einer Anfrage an die Landesregierung deckt er mehrere Ungereimtheiten auf und spricht von einem „Fass ohne Boden“.
Im Zentrum der Kritik steht der 2021 eingerichtete Dienst für Innovation, Forschung und Lehre (IRTS). Ploner bemängelt, dass er auf seine Anfrage hin nur ausweichende Antworten von Gesundheitslandesrat Hubert Messner erhalten habe. Konkret geht es um einen mit einer Million Euro dotierten Fonds für Projekte mit der privaten Paracelsus Universität Salzburg. Dieser Fonds werde nun intern überprüft, um zu sehen, wie es weitergeht. Für Ploner ein Unding: Eine Ausschreibung für die Vergabe der Mittel habe es laut Antwort der Landesregierung nie gegeben; alles sei durch eine „interne Entscheidung“ geregelt worden.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Leitung des IRTS. Die Abteilung wurde vier Jahre lang kommissarisch von derselben Person geführt, obwohl das Gesetz eine solche Übergangsleitung auf maximal 16 Monate begrenzt. Die Begründung des Landesrates, man habe erst rechtliche Bestimmungen für über 50 Primariate ändern müssen und plane eine Neuausrichtung des Dienstes, lässt Ploner nicht gelten.
Angesichts eines neuen Nachtragshaushalts, der dem Gesundheitswesen 68 Millionen Euro zusätzlich zuspricht, befürchtet Ploner, dass weitere Gelder in unklare Projekte fließen könnten. Er fordert im Interesse der Steuerzahler eine nachvollziehbare und strategische Zukunftsplanung für die Forschung im Südtiroler Gesundheitswesen.




















