Der Südtiroler Sanitätsbetrieb plant, rund eine Million Euro für eine neue Beratungsleistung zur Definition und Umsetzung einer Betriebsstrategie im OP-Bereich auszugeben. Dies geht aus Maßnahme Nr. 672-2025 hervor, die am 27. Juli 2025 von der Betriebsdirektion beschlossen wurde. Diese Entscheidung ruft scharfe Kritik hervor, insbesondere vonseiten des Landtagsabgeordneten Franz Ploner (Team K).
Ploner zeigt sich bestürzt über die geplante Ausgabe, da bereits im Jahr 2018 ein umfangreiches Projekt zur „Optimierung des OP-Managements” unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Busse, einem ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet, erarbeitet wurde. In dieser früheren Studie wurden alle Operationssäle der Südtiroler Krankenhäuser analysiert und eine neue Betriebsstrategie skizziert, um Effizienz, Qualität und Sicherheit zu maximieren sowie Ressourcen optimal zu nutzen.
„Eine funktionierende und für die Bürgerinnen und Bürger zugängliche Gesundheitsversorgung hat für mich als Arzt oberste Priorität. Aber ich halte es für völlig unverständlich, dass in Zeiten, in denen europaweit Ressourcen gespart und Budgets knapper werden, bewährte und abgeschlossene Projekte bei jedem Führungswechsel beiseitegelegt werden, um neue, kostspielige Vorhaben zu starten”, so Ploner.
Der Abgeordnete des Team K fragt fassungslos: „Ein hervorragendes Projekt wird verworfen, um ein nahezu identisches mit hohen öffentlichen Mitteln neu aufzusetzen? Und das gerade jetzt, wo viele Menschen auch in Südtirol kaum mehr über die Runden kommen?” Ploner fordert Aufklärung darüber, warum die bereits vorhandene und offenbar qualitativ hochwertige Studie nicht genutzt wird und stattdessen erneut hohe Summen für eine identische Zielsetzung ausgegeben werden sollen.




















