Nach einer komplexen und langwierigen Untersuchung führte die Provinzkommandantur der Carabinieri Barletta-Andria-Trani heute Morgen eine umfangreiche Operation gegen zwei rivalisierende kriminelle Gruppen durch. In Canosa di Puglia und Bari waren über 100 Carabinieri im Einsatz, unterstützt von Hubschrauber- und Hundestaffeln. Sie vollstreckten elf Haftbefehle wegen schwerwiegender Delikte wie versuchter Mord, Drogenhandel sowie Besitz und Führen von Waffen und Sprengstoffen.
Die von Februar 2023 bis August 2024 laufenden Ermittlungen mit dem Codenamen „San Sabino” deckten auf, dass inhaftierte Personen über Mobiltelefone Anweisungen für den Drogenhandel und die Planung von Schießereien gegen rivalisierende Gruppen in Canosa di Puglia gaben. Mithilfe von Telefon- und Videoüberwachung, verdeckten Ermittlungen und der Auswertung von Videomaterial konnten die Carabinieri die Strukturen der beiden Banden identifizieren, die mit Kokain, Haschisch und Marihuana handelten und illegal Waffen besaßen.
Die Behörden dokumentierten eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen den Familien um die Kontrolle des Drogenumschlagplatzes „Carmine/Padre Pio” und konnten mehrere geplante blutige Aktionen verhindern. Dabei wurden sechs Pistolen, ein Schalldämpfer und zwei selbstgebaute Sprengkörper beschlagnahmt. Besonders hervorzuheben ist die Vereitelung zweier Mordversuche, die von einem inhaftierten Verdächtigen gegen Mitglieder der rivalisierenden Gruppe angeordnet worden waren.
Im Zuge der Ermittlungen wurden 16 Personen auf frischer Tat festgenommen, zudem wurde ein Kilogramm Drogen und zahlreiche Waffen sichergestellt. Von den elf Tatverdächtigen wurden sieben in Untersuchungshaft genommen und vier unter Hausarrest gestellt. Das Verfahren befindet sich noch in der Voruntersuchungsphase, die Schuld der Beschuldigten muss im weiteren Verlauf geklärt werden.




















