In ihrer Sitzung am 29. Juli hat die Südtiroler Landesregierung die Einführung des „Merit Ladin” beschlossen. Mit dieser neuen Auszeichnung sollen Persönlichkeiten geehrt werden, die sich in herausragender Weise um die wissenschaftliche Erforschung, die Vermittlung und das künstlerische Schaffen im Bereich der ladinischen Sprache und Kultur verdient gemacht haben. Der Vorschlag kam von Landesrat Daniel Alfreider.
Alfreider, der für ladinische Bildung und Kultur zuständig ist, betonte, dass mit dieser Auszeichnung Persönlichkeiten geehrt werden sollen, deren Lebenswerk die ladinische Identität nachhaltig gestärkt hat und deren Wirkung auch über die ladinische Sprachgemeinschaft hinausreicht.
Der Preis wird an Personen verliehen, die außergewöhnliche Leistungen in den Bereichen Wissenschaft (Erforschung der ladinischen Sprache, Geschichte und Kultur), Vermittlung und Bildung (Förderung und Weitergabe der ladinischen Sprache und Kultur) oder Kunst und Kreativwirtschaft (künstlerisches Schaffen mit internationaler Ausstrahlung) erbracht haben.
Die Auszeichnung richtet sich an Persönlichkeiten, die aus einem der fünf ladinischen Dolomitentäler stammen oder eng mit ihnen verbunden sind. Eine Fachkommission, die in den kommenden Tagen von Bildungs- und Kulturdirektor André Comploi nominiert wird, ist für die Auswahl zuständig. Sie setzt sich aus Vertretern der Ladinischen Bildungs- und Kulturdirektion, des Kulturinstituts Micurá de Rü, des Museums Ladin, der ladinischen Abteilung der Freien Universität Bozen sowie der Kulturinstitute Majon di Fascegn und Cèsa de Jan zusammen.
André Comploi zeigte sich erfreut darüber, dass „vorbildliches Wirken und herausragende Leistungen im Dienste der ladinischen Kultur und Sprache” künftig offiziell durch das Land Südtirol gewürdigt werden. Begleitend wird der Südtiroler Künstlerbund den Kunstwettbewerb „Ert X Merit Ladin” ins Leben rufen, dessen Siegerwerk dem Preisträger des „Merit Ladin” überreicht wird. Die Verleihung findet am 21. September im Rahmen des „Di dla Cultura Ladina” statt.




















