Eine gewaltige Rauchsäule über dem Vesuv, sichtbar bis nach Neapel, zeugt von der Heftigkeit des Feuers, das seit dem 8. August an den Hängen des Vulkans wütet. Angesichts der angespannten Lage wurde nun ein Hilferuf nach Südtirol gesendet: Ein spezialisierter Konvoi der Feuerwehr ist auf dem Weg in den Süden, um die Einsatzkräfte vor Ort zu unterstützen.
Die Situation im Nationalpark des Vesuvs ist kritisch. Auf einer Höhe von 1050 Metern fressen sich die Flammen durch Pinienwälder und Buschland. Hohe Temperaturen und starker Wind fachen das Feuer immer wieder an und erschweren die Löscharbeiten, an denen sich bereits Teams aus mehreren Regionen sowie Löschflugzeuge beteiligen.
Spezialkräfte aus dem Norden eilen zu Hilfe
Nach einem offiziellen Hilfsansuchen der nationalen Zivilschutzbehörde in Rom wurde am Dienstag ein Hilfskonvoi aus Bozen entsandt. Um 13 Uhr startete der Zug mit einem Kommandofahrzeug, drei spezialisierten Waldbrandeinheiten und einem großen Tanklöschfahrzeug. An Bord befindet sich eine erfahrene Mannschaft aus Berufsfeuerwehrmännern, Freiwilligen der Bezirke Ober- und Untervinschgau sowie einer Führungskraft des Landesforstkorps. Ihre Aufgabe wird es sein, im Netzwerk des Zivilschutzes einen Beitrag zum Schutz des wertvollen Naturerbes und der Sicherheit der Bevölkerung zu leisten. Die Ankunft des Konvois in Neapel wurde für die Nacht auf Mittwoch erwartet.
Ein landesweites Problem
In Neapel wurde ein zentrales Lagezentrum eingerichtet, um den komplexen Einsatz zu koordinieren und die Notlage zu bewältigen. Der Brand am Vesuv ist jedoch kein Einzelfall in diesem Sommer. Aktuelle Zahlen zeigen das Ausmaß der Waldbrandgefahr in ganz Italien: Zwischen Januar und Ende Juli dieses Jahres wurden landesweit bereits über 850 größere Brände registriert. Dabei wurden mehr als 56.000 Hektar Land – eine Fläche größer als der Gardasee – zerstört.




















