Am Samstag wurde ein 46-jähriger Marokkaner, der seit Längerem in Bozen lebt und mehrfach vorbestraft ist, von der Staatspolizei wegen Drogenbesitzes und -handels festgenommen. Diese Maßnahme ist Teil der verstärkten Anstrengungen der Bozner Polizei im Kampf gegen die Drogenkriminalität.
Auslöser der Ermittlungen waren Hinweise aus der Bevölkerung über verdächtiges Treiben in einem Gebäude im Stadtteil Europa. Die Drogenfahndung leitete daraufhin eine gezielte Überwachung des Areals ein. Dabei fiel den Beamten der Mann auf, der ihnen bereits aus früheren Drogendelikten bekannt war. Er soll sich häufig vom Balkon gelehnt und Passanten Anweisungen gegeben haben.
Die Polizisten griffen schließlich ein und stoppten den Mann im Treppenhaus. Bei einer Leibesvisitation fanden sie in seiner Hosentasche eine in Zellophan eingewickelte Portion von etwa 30 Gramm Kokain. Zudem entdeckten die Beamten Schlüssel für eine Wohnung im selben Gebäude. Obwohl die Wohnung nicht direkt dem Mann zugeordnet werden konnte, führten die Ermittler eine Durchsuchung durch. Dort fanden sie in einem Kissenbezug zwei Umschläge mit insgesamt 600 Gramm Kokain sowie 2.000 Euro in bar, die umgehend beschlagnahmt wurden.
Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurde der marokkanische Staatsbürger wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln zum Zwecke des Handels festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Polizeichef Giuseppe Ferrari hob den Erfolg als wichtigen Schlag gegen den Drogenring in der Provinz Bozen hervor. Er wurde durch gezielte Strategien und verstärkte Kontrollen ermöglicht. Die Staatspolizei setzt auch weiterhin auf Prävention und Repression, um Drogenkriminalität effektiv zu bekämpfen.




















