Die Südtiroler Wirtschaft präsentiert sich im Sommer 2025 in einer robusten Verfassung. Das aktuelle Wirtschaftsbarometer des WIFO-Instituts der Handelskammer Bozen zeichnet ein überaus positives Bild für den Dienstleistungs- und den Transportsektor. In beiden Branchen bewerten mehr als neun von zehn Unternehmen ihre Ertragslage als gut oder zumindest zufriedenstellend, was auf ein starkes und anhaltendes Wachstum hindeutet.
Starkes Wachstum im Dienstleistungssektor
Eine überwältigende Mehrheit von 96 Prozent der Unternehmen im Dienstleistungssektor blickt optimistisch auf das Geschäftsjahr. Das Umsatzwachstum wird dabei maßgeblich von notwendigen Preisanpassungen getragen, die gestiegene Betriebskosten ausgleichen. Besonders gut ist die Stimmung in den Bereichen Immobilien, IT und Telekommunikation sowie im Kredit- und Versicherungswesen. Banken verzeichnen wieder mehr Einlagen und eine steigende Kreditnachfrage, begünstigt durch sinkende Zinsen. Der Sektor erweist sich zudem als wahrer Beschäftigungsmotor: Mit über 33.400 Angestellten wurde in der ersten Jahreshälfte ein Zuwachs von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Lediglich das Verlags- und Kommunikationswesen blickt mit rückläufigen Umsätzen pessimistischer in die Zukunft.
Transportgewerbe auf der Überholspur
Auch das Transportgewerbe meldet exzellente Geschäftsaussichten. Sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr wird eine hohe Rentabilität erwartet. Der Personenverkehr und die Liftanlagen profitieren stark von der gestiegenen Zahl ausländischer Touristen, was zu robusten Umsätzen und erhöhten Investitionen in neue Fahrzeuge führt. Im Gütertransport schätzen 86 Prozent der Betriebe ihre Lage positiv ein, angetrieben vom heimischen Markt. Als Wermutstropfen erweisen sich jedoch weiterhin die Verkehrsbeschränkungen durch Österreich und die Bauarbeiten an der Luegbrücke. Dennoch wächst die Branche auch bei der Beschäftigung kräftig: Über 10.500 Arbeitsplätze bedeuten ein Plus von beeindruckenden 7,2 Prozent. Die Handelskammer Bozen betonte, sich weiterhin für eine Lösung der Verkehrsproblematik einzusetzen.




















