Thüringen blickt nach Südtirol: Austausch über die Stärkung des ländlichen Raums
Im Geiste des europäischen Austauschs über bewährte Lösungsansätze hat eine politische Delegation aus Thüringen heute Station in Bozen gemacht. Die Abgeordneten der CDU-Fraktion des Thüringer Landtags, darunter auch Ministerpräsident Mario Voigt, wurden von Landeshauptmann Arno Kompatscher und seinem Stellvertreter Daniel Alfreider empfangen. Zentrales Thema des Arbeitstreffens waren die gemeinsamen Herausforderungen und erfolgreichen Strategien zur Aufwertung des ländlichen Raums.
Südtirols Erfolgsrezept: Lebensqualität und Infrastruktur
Während die Thüringer Delegation über die Schwierigkeiten berichtete, das Leben außerhalb der Landeshauptstadt Erfurt attraktiv zu gestalten, präsentierte Landeshauptmann Kompatscher das Südtiroler Erfolgsmodell. Er betonte, dass die gezielte Politik, die Lebensqualität in den Tälern durch Dienstleistungen und Kultur hochzuhalten, die Abwanderung im Vergleich zu anderen Regionen sehr gering hält. „Nachdem Südtirol bis in die 1970er-Jahre ein Auswanderungsland war, haben gezielte Maßnahmen und das Zweite Autonomiestatut neue Perspektiven eröffnet“, erklärte Kompatscher. Konkrete Einblicke in die Umsetzung gab Landesrat Daniel Alfreider. Er verwies auf das dichte Netz aus Straßen, Brücken und Tunneln, das selbst entlegene Gebiete erschließt. „Unsere Strategie basiert auf der umfassenden Anbindung“, so Alfreider. „Jeder Bürger kann alle 30 Minuten öffentliche Verkehrsmittel nutzen, mit einem Jahresticket für 250 Euro.“ Auch die Südtiroler Autonomie als positives Beispiel für das Zusammenleben und die aktuelle Reforminitiative waren wichtige Punkte des Gesprächs.




















