Um das Tierleid auf Südtirols Wiesen zu verringern, haben 15 Organisationen aus Landwirtschaft, Jagd und Tierschutz das „Netzwerk Kitzrettung – Gemeinsam gegen den Mähtod“ ins Leben gerufen. Das Projekt wurde heute, am 4. August, in Bozen vorgestellt und soll die bereits seit Jahren laufende, erfolgreiche Zusammenarbeit von Freiwilligen stärken und besser koordinieren.
Wie wichtig dieser Einsatz ist, belegen die Zahlen der Saison 2025: Fast 1000 Freiwillige retteten in über 12.800 ehrenamtlichen Stunden insgesamt 2318 Rehkitze vor dem Tod durch Mähmaschinen. Die Rettung schützt nicht nur das Jungwild vor einem qualvollen Tod, sondern verhindert auch, dass Tierkadaver das Futter für das Vieh verunreinigen.
Landesrat Luis Walcher würdigte bei der Pressekonferenz den unermüdlichen Einsatz der Helfer als „vorbildhaft“. Die Rettung ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Vor allem in den Monaten Mai und Juni suchen die Freiwilligen – meist Jägerinnen und Jäger – oft schon ab 4 Uhr morgens die Wiesen ab, bevor die Landwirte mit der Mahd beginnen.
Das neue Netzwerk, für das die Landesregierung die Schirmherrschaft übernommen hat, bündelt nun offiziell die Kräfte der wichtigsten Akteure wie dem Südtiroler Jagdverband und dem Bauernbund. Benedikt Terzer vom Jagdverband betonte, dass die Jägerschaft diese Aufgabe aus Verantwortungsgefühl für das Wild übernehme. Die Stiftung Sparkasse unterstützt die Initiative unter anderem durch die Förderung von Drohnen, die bei der Suche nach den im hohen Gras versteckten Kitzen helfen.




















