Südtirol stellt Weichen im Sozialwesen: Einfacherer Zugang zu Hilfsangeboten
Der Landessozialbeirat hat bei seiner jüngsten Sitzung wichtige Weichen für die Zukunft des Sozialwesens in Südtirol gestellt. Im Zentrum der Diskussionen standen neue, einheitliche Richtlinien für sogenannte niederschwellige Tagesdienste, die sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen und Abhängigkeitserkrankungen richten. Diese Angebote sind darauf ausgelegt, Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen. Der Zugang ist freiwillig, kann anonym erfolgen und erfordert kein formelles Aufnahmeverfahren.
Unbürokratische Hilfe gegen soziale Isolation
Die neuen Regelungen schaffen einen klaren rechtlichen Rahmen für Angebote wie Treffpunkte, Drop-In-Stellen und Dienste zur niederschwelligen Beschäftigung. Sie bieten den Betroffenen konkrete alltagspraktische Hilfe, Beratung und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, um sozialer Isolation und Ausgrenzung aktiv entgegenzuwirken. Soziallandesrätin Rosmarie Pamer, die Vorsitzende des Beirates, betonte die Wichtigkeit des breiten Diskussionsprozesses: „Durch das Einbeziehen der Trägerorganisationen konnten zentrale Aspekte aufgenommen und berücksichtigt werden. Dies trägt dazu bei, dass die Dienste nun rechtlich abgesichert und von den Betroffenen gut angenommen werden.“ Pamer ist überzeugt, dass die Angebote für Betroffene und ihre Angehörigen entscheidend sind, um den Alltag gut zu meistern. Darüber hinaus befasste sich der Beirat mit überarbeiteten Richtlinien für teilstationäre Dienste und wurde über anstehende Änderungen bei der Pflegeeinstufung sowie dem neuen Landesgesetz zum Ehrenamt informiert.




















