Trient – Die Zivilschutzgruppe Nu.Vol.A. des nationalen Alpini-Verbandes (ANA) hat am Samstagnachmittag in Trient ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Die Organisation, die seit 1986 im Dienst der Gemeinschaft steht, beging das Jubiläum mit einer Zeremonie im Stadtviertel Le Albere. Vertreter aus Politik und Verwaltung nutzten den Anlass, um die Entwicklung der ehrenamtlichen Struktur von ihren Anfängen bis hin zu einer tragenden Säule des Trentiner Zivilschutzes zu würdigen.
Landesrätin Giulia Zanotelli erklärte während der Feierlichkeiten, dass die Einbindung der jungen Generation eine zentrale Verantwortung für alle Beteiligten darstelle. Laut der Landesrätin vermittelten die Alpini wichtige Werte, die innerhalb der Familien weitergegeben würden und in Krisenzeiten entscheidend seien. Es gelte, das Bewusstsein zu schärfen, dass jeder Einzelne eine Mitverantwortung für die eigene Gemeinschaft trage. Die Anwesenheit vieler Familien bei der Jubiläumsfeier wertete sie als positives Signal für die Zukunft des Systems.
Die Geschichte der Nu.Vol.A. begann am 25. Januar 1986 mit der Gründung eines Zentrums zur Koordinierung von Alpini-Freiwilligen für die Katastrophenprävention und den Hilfseinsatz. In der Anfangsphase verfügte die Gruppe weder über einen festen Sitz noch über eine spezialisierte Ausrüstung. Ein wesentlicher Wendepunkt in der Verbandsgeschichte war das Erdbeben in Umbrien und den Marken im Jahr 1997. Dort bewies die Einheit ihre Fähigkeit zur eigenständigen logistischen Versorgung, was in der Folge zur Anschaffung von Feldküchen und weiterem Gerät führte. Heute besteht das Netzwerk aus zwölf Einheiten, die über das gesamte Gebiet der Provinz verteilt sind.
In den vergangenen vier Jahrzehnten leisteten die Freiwilligen bei zahlreichen Krisen Beistand. Zu den bedeutendsten Einsätzen zählten die Hilfe nach dem Erdbeben in den Abruzzen 2009, die Bewältigung der Schäden durch den Sturm Vaia im Jahr 2018 sowie die Unterstützung während der Corona-Pandemie. Auch bei der Tragödie an der Marmolada im Jahr 2022 waren die Mitglieder der Nu.Vol.A. beteiligt. Neben diesen Großereignissen gehören regelmäßige Übungen und logistische Hilfsdienste für lokale Gemeinschaften zum festen Aufgabenbereich der Organisation.
Präsident Lorenzo Pegoretti dankte den Mitgliedern für ihren unentgeltlichen Einsatz im Dienst der Menschen. Im Rahmen der Feier wurden 17 neue Ehrenmitglieder ernannt, die sich durch besondere Verdienste um den Verein hervorgetan hatten. Der Generaldirektor des Zivilschutzes, Stefano Fait, verwies auf die aktuelle Krise im Ehrenamt, betonte jedoch die Bedeutung der Nu.Vol.A. als verlässlicher Partner neben den anderen Hilfsorganisationen. Auch ANA-Präsident Paolo Frizzi hob die Synergien zwischen den verschiedenen Einheiten hervor, die das Trentiner Modell über die Landesgrenzen hinaus auszeichneten.





















