Die zweite Protestwelle binnen einer Woche hat Italien am Samstag erneut Zusammenstöße zwischen Jugendlichen und Polizei gebracht, diesmal jedoch ohne die Plünderungen des Vorwochenendes. Nach Angaben des Dipartimento della Pubblica Sicurezza im Innenministerium wurden landesweit neun Personen festgenommen und 87 angezeigt. 371 Menschen wurden auf Polizeiwachen gebracht, darunter 110 Minderjährige und 69 Ausländer. Insgesamt identifizierten die Einsatzkräfte 4.292 Personen. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Innenminister Matteo Piantedosi dankten am späten Abend den Sicherheitskräften.
Aufgerufen hatte das „Movimento 17 ottobre“, eine nach den Krawallen vom 17. und 18. Oktober in Mailand entstandene Instagram-Seite, die seither jeden Samstag Proteste gegen Lebenshaltungskosten, Aufrüstung und Regierung ankündigt. Die Treffpunkte sollten erst um 14.30 Uhr bekannt gegeben werden, jeweils drei Plätze pro Stadt. Laut Tgcom24 enthielt der zuvor verbreitete Aufruf eine Kleiderordnung mit Schutzbrille, Kefiah, Kapuzenpullover und Küchenhandschuhen; in Telegram-Chats kursierte zudem eine Anleitung mit Tipps gegen Tränengas. Die Behörden werteten das als Vorbereitung auf Konfrontation. Piantedosi sprach in Neapel von 150 Hausdurchsuchungen am Freitag und Samstag. Die Städte waren entsprechend gesichert: In Mailand waren laut Rainews zusätzlich 500 Fallschirmjäger im Einsatz, in Rom mehr als 1.500 Polizisten.
Der Protesttag vom 24. Oktober in Zahlen
Das Dipartimento della Pubblica Sicurezza zählte am Abend landesweit 4.292 identifizierte Personen, 371 davon wurden auf Polizeiwachen gebracht. Fast jeder dritte Betroffene war minderjährig.
| Stadt | Identifiziert | Auf die Wache | Festnahmen · Anzeigen |
|---|---|---|---|
| Mailand | 2.885 | 167 | 3 · 41 |
| Bergamo | 485 | 37 | 0 · 3 |
| Turin | 421 | 27 | 1 · 22 |
| Rom | 200 | 96 | 0 · 11 |
| Padua | 147 | 9 | 4 · 4 |
| Neapel | 129 | 12 | 1 · 4 |
| Florenz | 14 | 14 | 0 · 1 |
| Bologna | 11 | 9 | 0 · 1 |
| Italien gesamt | 4.292 | 371 | 9 · 87 |
Stand: 24. Oktober 2026, 21.45 Uhr · Angaben laut Dipartimento della Pubblica Sicurezza, Innenministerium Rom; Teilnehmerzahl Mailand laut Questura.
Turin: Leuchtraketen, Barrikaden und ein brennendes Meloni-Foto
Am heftigsten tobte der Protest in Turin. Schon vor Beginn hatten Carabinieri, Polizei und Finanzpolizei 302 Personen überprüft, 57 davon vorbestraft; gegen sechs wird wegen des Mitführens gefährlicher Gegenstände oder Vermummung ermittelt. Auf der Piazza Castello versammelten sich Tausende, skandierten Parolen gegen Meloni und verbrannten ein großformatiges Foto der Ministerpräsidentin. Als die Menge in die Via Po drängen wollte, hielt die Polizei sie mit Schilden und Schlagstöcken zurück. Eine Gruppe junger Leute versuchte danach, den Domplatz zu erreichen; mehrere erlitten dabei Kopfverletzungen und wurden von anderen Demonstranten versorgt, zwei Personen wurden festgehalten. Auf der Piazzetta Reale flogen Gegenstände auf die Beamten.
Die Polizei leitete den Zug gegen Aufrüstung, Rechenzentren und Benzinpreise daraufhin in den Norden der Stadt um. An der Ponte Mosca schossen Teilnehmer Leuchtraketen und warfen Flaschen, die Einsatzkräfte antworteten mit massivem Tränengaseinsatz. Am Corso Principe Oddone, wo der Zug zum Bahnhof Porta Susa durchbrechen wollte, flogen erneut Steine und Flaschen auf eine Polizeikette; Wasserwerfer und Tränengas kamen zum Einsatz. Nach Angaben von Rainews löste sich der Zug gegen 21 Uhr nach Flaschenwürfen und Barrikaden auf; ein Vorstoß über den Corso Vigevano und die Piazza Baldissera in Richtung Zentrum wurde abgewehrt, auch der Lieferwagen der Organisatoren wurde gestoppt. Bis in den Abend hielten Böller- und Tränengaswechsel an. Die Bilanz der Questura: 421 identifizierte Personen, davon 313 Italiener und 108 Ausländer, eine Festnahme, 22 Anzeigen, 27 auf die Wache gebrachte Personen. Questore Massimo Gambino war persönlich auf der Piazza Castello.
Rom: Colosseum gestürmt, Wasserwerfer an der Piazza Santa Susanna
In der Hauptstadt verlief die genehmigte Demonstration „Fuori l’Italia dalla guerra“ des Bündnisses Asse antimperialista mit einigen Hundert Teilnehmern von der Piazza della Repubblica bis zur Via Cavour ohne Zwischenfälle; die Geschäfte blieben geöffnet. Anschließend löste sich eine Gruppe und zog mit dem Ruf „corteo, corteo“ zum Colosseum. Dort drängten Demonstranten, viele davon Studenten, die Sicherheitskräfte zur Seite, brachen die Eingänge auf und drangen bis zum Konstantinsbogen in den archäologischen Park ein. Die Bereitschaftspolizei hatte versucht, den Zugang zu sperren, scheiterte aber. Der Zug versuchte danach über die Via Merulana, Santa Maria Maggiore und die Via Giolitti zum Hauptbahnhof Termini zu gelangen und wechselte mehrfach die Richtung, um die Polizeiketten zu umgehen; der Bahnhof schloss seine Tore.
Gegen 19.30 Uhr eskalierte die Lage am Largo di Santa Susanna, als der Zug in Richtung Regierungsgebäude weiterziehen wollte. Nach Flaschenwürfen setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas ein und drängte die Menge mit Stockschlägen zurück; ein junger Mann legte sich unter den Wasserwerfer, um ihn zu blockieren, und wurde herausgezogen und festgehalten. Rund 1.000 vorwiegend junge Leute standen anschließend fast eine Stunde in der Via Vittorio Emanuele Orlando vor der Polizei, die die Piazza della Repubblica und das Wirtschaftsministerium abriegelte. Es flogen Böller und Rauchkörper, geparkte Autos wurden mit Tritten und Schlägen beschädigt, weitere Unruhen gab es in der Via Volturno. Ein Rainews-Reporter berichtete von starkem Haschischgeruch in den vorderen Reihen. Die Questura Rom zählte am Abend 96 auf die Wache gebrachte Personen, darunter sechs Minderjährige, 28 vorbeugende Ingewahrsamnahmen sowie elf Anzeigen. Bereits am Vormittag hatte die Polizei rund um den Circo Massimo und die Piazza della Repubblica mehr als 100 Jugendliche kontrolliert; mehrere trugen Sturmhauben, Sprühdosen und Schlauchschals bei sich. Die Carabinieri nahmen zudem einen Mann aufgrund eines Haftbefehls wegen Eigentumsdelikten fest.
Bologna: Steine und Böller, Wasserwerfer in der Via Marconi
In Bologna begann der Nachmittag mit rund 100 Personen auf der Piazza del Nettuno, vor allem Aktivisten des Partito comunista rivoluzionario. Bis zum Abmarsch wuchs die Menge auf etwa 1.000 an. Einige Hundert stellten sich der Polizei gegenüber, riefen Parolen gegen die Beamten und zündeten Böller. Nach Stein- und Böllerwürfen setzten die Einsatzkräfte Tränengas und einen Wasserwerfer ein und räumten die Via Marconi. Ein junger Mann schilderte Sky TG24 mit einer sichtbaren Beule an der Stirn, ein Polizist habe ihn trotz erhobener Arme am Kopf getroffen; er sei weder vermummt noch schwarz gekleidet gewesen. Die Darstellung ließ sich am Abend nicht unabhängig überprüfen. Das Innenministerium meldete für Bologna eine Anzeige und neun auf die Wache gebrachte Personen.
Florenz: Zug blockiert, dann Straßenbahngleise besetzt
In Florenz brachte die Polizei schon am Nachmittag etwa zehn Personen mit Sturmhauben zur Identifizierung auf die Wache. Der Zug wuchs laut Rainews auf rund 2.000 Teilnehmer an und stand über Stunden an der Ponte Santa Trinita fest, weil die Polizei die Luxusmeile Via Tornabuoni von beiden Seiten sperrte. Aus der Menge flogen Glasflaschen und Böller, ein Teilnehmer ließ vor der Bereitschaftspolizei eine Kettensäge ohne Blatt aufheulen. Gegen 21.30 Uhr zogen etwa 200 Demonstranten zum Bahnhof Santa Maria Novella und versuchten, den Eingang zu blockieren; rund 50 von ihnen besetzten in der Via Valfonda die Gleise der Straßenbahn, deren Betrieb unterbrochen wurde. Polizei und Carabinieri rückten in Schutzausrüstung an. Die Bilanz: eine Anzeige, 14 auf die Wache gebrachte Personen.
Padua, Bergamo, Verona, Genua, Neapel
In Padua blieb der Nachmittag ruhig; am Abend versuchten Teilnehmer, den Bahnhof zu besetzen, und wurden von der Bereitschaftspolizei mit Wasserwerfern gestoppt. Ein Demonstrant warf ein E-Bike von der Brücke über die Gleise, Böller explodierten. Vier Personen wurden festgenommen, vier angezeigt; bereits zuvor hatte die Digos vier Vermummte an den Giardini dell’Arena abgefangen. In Bergamo brachten die Behörden 37 Personen auf die Wache, davon 27 Minderjährige, und identifizierten 485. In Verona holte die Polizei rund 15 Jugendliche von der Straße, alle Italiener der zweiten Generation und überwiegend minderjährig, einige erst zwölf bis 14 Jahre alt; in ihren Rucksäcken fanden sich laut der Zeitung L’Arena Messer, Ketten und Böller. In Genua zogen rund 300 Jugendliche durch die Altstadt, die Lage blieb unter Kontrolle. Bürgermeisterin Silvia Salis hatte zuvor dazu aufgerufen, friedlich und zahlreich zu demonstrieren, weil nur das Gehör verschaffe. In Neapel liefen mehr als 500 Menschen zur Piazza Municipio; vor dem Sitz der Reederei MSC in der Via De Pretis gab es ein kurzes Gerangel und zwei Böller, die andere Demonstranten mit „Scemo, scemo“-Rufen quittierten. Eine Person wurde festgenommen, vier wurden angezeigt.
Mailand: Großaufgebot, 10.000 Teilnehmer, keine Plünderungen
Mailand, Schauplatz der Verwüstungen vom Vorwochenende, stand den ganzen Tag unter Beobachtung. Polizei, Carabinieri, Finanzpolizei und Militär sicherten Piazza Duomo, Castello, Cadorna, Garibaldi, Piazza Oberdan und Corso Buenos Aires; am Bahnhof Garibaldi mussten alle jungen Leute ihre Ausweise zeigen. Wer mit Sturmhaube oder potenziell gefährlichen Gegenständen angetroffen wurde, kam auf die Questura und wurde vorbeugend festgehalten, wie es das jüngste Sicherheitsdekret erlaubt. Das Innenministerium zählte in Mailand 2.885 Identifizierungen, 167 auf die Wache gebrachte Personen, darunter 56 Minderjährige und 43 Ausländer, 41 Anzeigen und drei Festnahmen. Zwei davon betrafen laut Carabinieri zwei vorbestrafte marokkanische Staatsbürger, die in der Nähe eines Sozialzentrums zwei Landsleute mit Stichwaffen verletzt haben sollen; die Verletzten kamen ins Krankenhaus.
Die befürchteten Krawalle blieben aus. Zwei Züge, einer vom Piccolo Teatro gegen die Teuerung und einer vom Politecnico an der Piazza Leonardo da Vinci mit rund 600 Pro-Palästina-Aktivisten, wurden zunächst getrennt gehalten; die Polizei drängte den Studentenzug am Corso Venezia zurück, worauf sich beide zu einem Zug von rund 10.000 Menschen vereinigten, der ohne Zwischenfälle zurück zum Politecnico zog. An der Piazza della Repubblica kletterte ein junger Mann auf einen Laternenmast und verbrannte unter Applaus ein Transparent der Lega, die an diesem Wochenende in Mailand ihren Parteitag abhält; weitere Plakate wurden beschmiert. Ein Carrefour-Markt in der Via Gustavo Modena schloss beim Vorbeiziehen vorsorglich die Türen, Kunden saßen mit ihren Einkäufen im Inneren fest; eine Bankfassade wurde mit „Tax the rich“ beschmiert. Am Corso Vittorio Emanuele griff ein Mann mit Italien-Flagge aus einer Gegenkundgebung eine junge Frau an und beschimpfte sie. Verletzt wurde sie nicht.
Mutmaßlicher Kopf der Instagram-Seite ermittelt
Am Morgen fand die Polizei in einer Mailänder Wohnung den 30-jährigen Youssef S., der den Ermittlern als Gründer und Betreiber der Instagram-Seite „Movimento 17 ottobre“ gilt. Der in Mazzano bei Brescia gemeldete Mann ist laut übereinstimmenden Berichten italienischer Staatsbürger der zweiten Generation mit Abschlüssen in Kommunikation und Politikwissenschaft der Universität Mailand, Pro-Palästina-Aktivist und freier Journalist. Das Istituto per gli studi di politica internazionale stellte klar, er habe 2024 ein Praktikum absolviert und seither nicht mehr mitgearbeitet. Nach Angaben von Adnkronos schrieb er als Praktikant einige Artikel für Il Fatto Quotidiano und vor vier Jahren einen für Il Foglio.
Die Digos durchsuchte das Elternhaus im Bresciano und die Wohnung einer Bekannten in Mailand und stellte Datenträger sicher. Die Antiterror-Abteilung der Mailänder Staatsanwaltschaft führt ihn als Beschuldigten wegen Anstiftung zu Straftaten, erschwert durch terroristische Zielsetzung und die Nutzung des Internets. Am Abend prüften die Ermittler laut Adnkronos im Auftrag der Staatsanwaltschaft die gesicherten Beweise, um eine vorläufige Festnahme zu ermöglichen. Fanpage.it wies darauf hin, dass die Verantwortung für die Seite nicht gleichbedeutend sei mit der Verantwortung für die Gewalt der Vorwoche. Piantedosi mahnte, die Ergebnisse der Ermittlungen abzuwarten. Verteidigungsminister Guido Crosetto erklärte auf X, es handle sich nicht um einen Ausgegrenzten, sondern um jemanden mit mehr Arbeits- und Kooperationsmöglichkeiten als die meisten Gleichaltrigen. Die Lega verbreitete, der Mann habe am 7. Oktober 2023 Posts von Matteo Salvini und Antonio Tajani mit religiösen Rufen kommentiert; eine unabhängige Bestätigung dafür lag am Abend nicht vor.
Youssef S. ist Beschuldigter, nicht Verurteilter. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt für ihn wie für alle Festgenommenen und Angezeigten dieses Tages die Unschuldsvermutung.
Wer steht hinter den Krawallen?
Die Zusammensetzung der gewaltbereiten Gruppen bleibt umstritten. Nach den Mailänder Krawallen vom 17. Oktober waren laut Open neun der 16 Festgenommenen minderjährig, unter den Kontrollierten zwei Zwölfjährige; viele waren Kinder von Einwanderern, fast alle ohne Vorstrafen. Die Zahlen vom Samstag zeigen ein ähnliches Bild: 110 der 371 auf Wachen gebrachten Personen waren minderjährig, in Bergamo 27 von 37, in Verona saßen Zwölf- bis 14-Jährige mit Messern und Ketten im Rucksack auf der Questura. In Italien hat sich für diese Jugendlichen das abwertende Wort „maranza“ eingebürgert, das aus der Mailänder Umgangssprache stammt und Gruppen junger Männer aus den Vorstädten bezeichnet; italien.news hat die Debatte in der Analyse „Wer stoppt die Maranza?“ nachgezeichnet. Salvini fordert seit Tagen, ein „Anti-Maranza-Gesetz“ zu beschleunigen. Piantedosi nannte die Täter der Vorwoche „Berufsrandalierer“ und betonte, auch Minderjährigkeit schütze nicht vor Strafe. Der Richterverband ANM hielt dagegen, jugendliche Perspektivlosigkeit lasse sich nicht allein mit härteren Strafen beheben.
Die Vorwoche hatte das Muster gezeigt: Kleingruppen von zehn bis zwanzig Vermummten stürmten in der Via Torino Geschäfte, Supermärkte und Sportläden, zogen Lebensmittel und Ware aus den Regalen und verschwanden. Händler, die seit Tagen Fensterfronten verbarrikadierten, und Angestellte, die Samstagslohn verloren, trugen die Folgen. Auch am Samstag hatten Mailänder Geschäftsleute die Rollläden schon mittags geschlossen.
Reaktionen der Regierung
Meloni schrieb am späten Abend auf X, die Sicherheitskräfte hätten trotz der Versuche einiger Gewalttäter die Sicherheit der Bürger gewährleistet. Das Recht zu demonstrieren müsse ebenso geschützt werden wie das Recht, die eigene Stadt ohne Angst zu erleben; die neuen Maßnahmen erlaubten Protest, ohne Städte „in Schutt und Asche“ zu legen. Piantedosi sprach von einem außerordentlich anstrengenden Tag und dankte Polizei, Carabinieri, Finanzpolizei, Justizvollzug, Heer, Feuerwehr und Stadtpolizei. Die Einsatzkräfte hätten die gewalttätigen Ränder mit Augenmaß und Kompetenz isoliert und die Bürger vor jenen geschützt, die sich hinter dem Demonstrationsrecht versteckten, um ausschließlich Gewalt und Unordnung zu betreiben. In Italien gebe es keinen Platz für Menschen, die glaubten, straffrei und in rechtsfreien Räumen zu agieren. Das „Movimento 17 ottobre“ kündigte unterdessen an, auch am kommenden Samstag mobilisieren zu wollen.
Hintergrund: Die Nacht vom 17. auf den 18. Oktober
Auslöser der Serie waren die Krawalle am 17. und 18. Oktober in Mailand, Turin und Bologna. In Mailand verwüsteten Vermummte zwischen Piazza Duomo, Galleria Vittorio Emanuele und Via Torino Schaufenster und plünderten unter anderem eine Carrefour-Filiale, Foot Locker, Levi’s und Decathlon. Das Innenministerium meldete für den 17. Oktober landesweit 141 verletzte Polizisten, 197 auf Wachen gebrachte Personen, 28 Festnahmen und 43 Anzeigen. Am Sonntag darauf kamen in Mailand weitere 160 Jugendliche auf die Questura, rund 80 % davon minderjährig. Die Mailänder Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verwüstung und Plünderung gegen Unbekannt. Wie die italienische Presse die Tage danach kommentierte, steht im Pressespiegel vom 19. Oktober und im Pressespiegel vom 24. Oktober.
















