Bozen – Die Südtiroler Landesregierung hat auf Antrag von Soziallandesrätin Rosmarie Pamer am 6. November wichtige Anpassungen der Unterstützungsleistung für über 65-Jährige beschlossen. Ziel ist es, die Treffsicherheit der Leistung ab dem Jahr 2027 weiter zu verbessern. Im Jahr 2026 waren den Angaben des Landes zufolge 2834 Seniorinnen und Senioren über 65 Jahren anspruchsberechtigt. Dafür stellte das Land insgesamt 9,61 Millionen Euro bereit.
Die Änderungen wurden bereits im Sommer mit den Sozialpartnern besprochen, um die Unterstützung gezielter auf Menschen auszurichten, die im Alter mit ihrem Einkommen kaum auskommen. Landesrätin Pamer betonte, dass man mit den Neuerungen für 2027 diesem Ziel einen wichtigen Schritt näher komme.
Neue Kriterien für die Auszahlung
Künftig ist die Auszahlung an alle Haushalte vorgesehen, in denen über 65-Jährige leben und deren ISEE-Wert unter 20.000 Euro liegt. Damit entfällt die bisherige monatliche Einkommensgrenze von 1000 Euro, und der Bezug einer Rente ist keine allgemeine Voraussetzung mehr. Neu festgelegt werden gestaffelte Monatsbeträge von 150, 250 oder 350 Euro, abhängig vom jeweiligen ISEE-Wert des Haushalts. Bislang wurde der Betrag aus der Differenz des monatlichen Renteneinkommens und dem Maximalbetrag von 1000 Euro berechnet.
Zudem sind Erhöhungen für Personen geplant, die seit mindestens 20 Jahren Beiträge in Pflichtversicherungen einzahlen. Lebt mehr als eine Person über 65 Jahren in derselben Familiengemeinschaft, wird die Unterstützungsleistung als erhöhter Beitrag mit dem Faktor 1,3 ausbezahlt. Der Zuschuss wird bei der Berechnung der Leistungen der finanziellen Sozialhilfe nicht berücksichtigt.





















