Nach jahrzehntelangen Diskussionen ist es nun beschlossene Sache: Der interministerielle Ausschuss für Wirtschaftsplanung (CIPESS) hat am Mittwoch den finalen Entwurf für den Bau der Brücke über die Meerenge von Messina genehmigt. Damit ist der Weg frei für eines der ambitioniertesten Infrastrukturprojekte Europas, das Sizilien mit dem italienischen Festland verbinden soll.
Verkehrsminister Matteo Salvini sprach von einem „historischen Ergebnis” und einem „Entwicklungsbeschleuniger”. Die Genehmigung erfolgte auf Basis umfangreicher technischer, finanzieller und umweltrechtlicher Unterlagen. Die Gesamtkosten des Projekts in Höhe von rund 13,5 Milliarden Euro sind laut dem Ministerium für Infrastruktur bereits vollständig gedeckt.
Der Zeitplan für das Mammutprojekt, das die längste Hängebrücke der Welt werden soll, ist straff. Bereits Ende 2025 sollen die Bauarbeiten mit vorbereitenden Maßnahmen wie der Einrichtung von Baustellen und der Räumung von Kriegsaltlasten beginnen. Im Mai 2026 starten dann die eigentlichen Bauarbeiten mit den Straßen- und Eisenbahnverbindungen auf beiden Seiten. Ab März 2027 soll mit der Errichtung der Brückenpylone und der Hängekonstruktion begonnen werden.
Die Fertigstellung des gesamten Bauwerks ist für das Jahr 2032 vorgesehen. Neben der Brücke selbst umfasst das Projekt auch neue Verkehrsanbindungen und drei neue Bahnhöfe, um die Regionen Kalabrien und Sizilien nahtlos miteinander zu verknüpfen.





















