Das Heiligtum von San Romedio bot den feierlichen Rahmen für die Gedenkfeier an die Wallfahrt von Andreas Hofer, die sich am 7. Juli zum Jahrestag ereignete. Die von der Schützenföderation Welschtirol in Zusammenarbeit mit der Schützenkompanie Nonsberg organisierte Veranstaltung wurde durch die Anwesenheit hochrangiger politischer Vertreter gewürdigt.
Sanzeno – An der Zeremonie nahmen der Präsident der Autonomen Provinz Trient, Maurizio Fugatti, sowie der Landesrat für die Förderung der Autonomie, Simone Marchiori, teil. In seiner Ansprache hob Fugatti die Bedeutung der jährlichen Zusammenkunft der Schützenkompanien aus Tirol, Südtirol und dem Trentino hervor. Diese Tradition verweise auf eine Geschichte von fundamentalem Wert, die als Leitfaden für die gemeinsame Gestaltung einer künftigen Zusammenarbeit dienen müsse.
Der Präsident betonte, dass der Tag tiefe spirituelle und gemeinschaftliche Werte vermittle, welche den Willen zum Ausdruck bringen, die gemeinsamen Prinzipien aktiv zu leben. Er dankte den anwesenden Kompanien für ihre Leidenschaft und ihren täglichen Einsatz zur Bewahrung der regionalen Identität. Landesrat Marchiori ergänzte, dass die Erinnerung an die Geschichte untrennbar mit der Zukunft der Autonomie verbunden sei. Ohne Gedächtnis könne es kein volles Bewusstsein für die Autonomie geben, insbesondere für die neuen Generationen.
Während der Gedenkfeier, die unter der Leitung von Landeskommandant Enzo Cestari stand, wurde an den historischen Moment erinnert, als der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer mit 600 Männern zum Heiligtum pilgerte. Er suchte dort im Glauben um Schutz für die bevorstehende Schlacht gegen die französischen Truppen. Dieser spirituellen Erfahrung wird die Kraft zugeschrieben, die Hofer zum entscheidenden Sieg am Bergisel in Innsbruck verhalf.
Das Programm umfasste die traditionelle Frontabschreitung gemischter Formationen aus Südtirol und dem Trentino sowie eine heilige Messe, zelebriert vom emeritierten Erzbischof von Trient, Luigi Bressan. In seiner Predigt mahnte Bressan den Wert des Friedens zwischen den Völkern an. Den Abschluss der Zeremonie bildeten die Kranzniederlegung an der Gedenktafel von Andreas Hofer und die Darbietungen der Musikkapelle Kalisberg, welche unter anderem die Landeshymne intonierte.




















