Jannik Sinner hat auf dem Hartplatz von Cincinnati eine der dominantesten Leistungen seiner Karriere gezeigt und ist mit einer Machtdemonstration ins Halbfinale des ATP-Masters-1000-Turniers eingezogen. Dieser Sieg im Viertelfinale war mehr als nur ein weiterer Schritt in Richtung Titelverteidigung: Mit einem überwältigenden 6:0, 6:2 über den Kanadier Félix Auger-Aliassime hat der Weltranglistenerste einen persönlichen Fluch gebrochen und einen seiner Angstgegner eindrucksvoll entzaubert.
Eine Demonstration der Stärke
Vor dieser Partie stand die Bilanz gegen den Kanadier bei 0:2 – Sinner hatte in den bisherigen Duellen noch nie gewinnen können. Doch an diesem Abend ließ der Südtiroler von der ersten Sekunde an keine Zweifel aufkommen, wer der Herr auf dem Platz ist. In gerade einmal 71 Minuten fegte Sinner über Auger-Aliassime hinweg. Der erste Satz war eine reine Lehrstunde und dauerte nur 27 Minuten, in denen Sinner seinem Gegner keinen einzigen Spielgewinn gestattete. Auch ein kurzer Wackler zu Beginn des zweiten Satzes, als Sinner sofort ein Break kassierte und mit 0:2 in Rückstand geriet, brachte den Champion nicht aus dem Konzept. Er schaltete sofort wieder einen Gang höher, gewann die folgenden sechs Spiele in Serie und beendete die Partie in beeindruckender Manier.
Der Fluch ist gebrochen, nächster Gegner wird ermittelt
Dieser Sieg ist für Sinner nicht nur für den Turnierverlauf wichtig, sondern auch ein psychologisch bedeutender Erfolg. Er hat bewiesen, dass er auch gegen Spieler, die ihm in der Vergangenheit Schwierigkeiten bereiteten, Lösungen finden und seine Überlegenheit durchsetzen kann. Im Halbfinale am Samstag wartet nun die nächste Aufgabe auf den Champion aus Südtirol: Er trifft auf den Sieger der Partie zwischen dem Dänen Holger Rune und dem französischen Überraschungs-Qualifikanten Terence Atmane. Nach dieser Leistung geht Sinner als klarer Favorit in die nächste Runde.




















