Trient – Die Hilfsorganisation Weißes Kreuz Trient hat am Samstag ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. An den Feierlichkeiten auf dem Domplatz in Trient nahm auch Gesundheitslandesrat Mario Tonina teil, der den Einsatz der freiwilligen Helfer für das Gesundheitswesen der Provinz würdigte.
Der Verein wurde im Jahr 1976 gegründet und ist seither ein fester Bestandteil des Rettungs- und Hilfsnetzes im Trentino. Zum Jubiläum präsentierte die Organisation am Vormittag verschiedene Einsatzfahrzeuge und informierte die Bevölkerung über Maßnahmen der Ersten Hilfe sowie der Prävention. Am Nachmittag führten Ausbilder des Vereins gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr von Gardolo eine Schauübung durch, bevor der offizielle Festakt stattfand.
Landesrat Mario Tonina erklärte in seiner Ansprache, dass das ehrenamtliche Engagement im Gesundheitsbereich eine wertvolle Ressource für die gesamte Gemeinschaft darstelle. Die Freiwilligen würden die Arbeit der Fachkräfte und Institutionen ergänzen und so die Verbindung zwischen den öffentlichen Diensten und den Bürgern stärken. Laut Tonina erkenne die Autonome Provinz Trient diesen Wert an und unterstütze Organisationen im Krankentransport gezielt, um die ehrenamtlichen Strukturen als wesentliche Säule des Gesundheitssystems zu erhalten.
An dem Festakt beteiligten sich zudem der Präsident des Trentiner Landtags, Claudio Soini, sowie Vertreter der Gemeinde Trient und des Trentiner Dachverbandes für das sanitäre Ehrenamt. Im Anschluss an die Reden folgte ein Festumzug durch die Innenstadt, der von Musikkapellen begleitet wurde.
Derzeit umfasst das Weiße Kreuz Trient mehr als 110 ehrenamtliche Mitglieder und neun festangestellte Mitarbeiter. Die Tätigkeit erfolgt in enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst „Trentino Emergenza“. Das Aufgabengebiet reicht von der Notfallversorgung über Krankentransporte für Dialysen und Verlegungen bis hin zum Transport von Organen und Blutproben. Zudem leistet der Verein medizinische Absicherung bei öffentlichen Veranstaltungen.
Im Jahr 2025 betreute die Organisation rund 6.000 Personen. Die Fahrzeugflotte, bestehend aus sieben Rettungswagen und drei Spezialfahrzeugen für biologisches Material, legte dabei eine Gesamtstrecke von etwa 400.000 Kilometern zurück. Diese Leistungen tragen laut Landesverwaltung maßgeblich dazu bei, die medizinische Versorgung und Erreichbarkeit im gesamten Gebiet der Provinz sicherzustellen.





















