Rom – Aktualisiert am 22. Oktober 2026: Nach den schweren Unwettern in Italien vom Mittwoch werden die Schäden weiter sichtbar. In Jesolo bei Venedig ist ein 46-jähriger Militär ums Leben gekommen, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Für Donnerstag gilt in Kampanien bis 16 Uhr eine gelbe Wetterwarnung. Das Regionalportal von Friaul-Julisch Venetien meldet am Morgen dagegen keine laufende Warnung mehr.
Der Mann war am Mittwoch gegen 6 Uhr auf dem Weg zur Arbeit, als der Stamm auf das Dach seines Wagens fiel. Trotz des schnellen Einsatzes der Rettungskräfte konnte er nicht gerettet werden. In Venedig wurden am selben Tag erstmals in dieser Saison die beweglichen Fluttore des MOSE-Schutzsystems angehoben. An den äußeren Dämmen erreichte die Flut 117 Zentimeter, innerhalb der Lagune blieb der Wasserstand deutlich niedriger. Der Markusplatz blieb überwiegend trocken.
Auch außerhalb Venetiens hinterließ der Regen schwere Schäden. Im Raum Savona lösten sich Hänge; auf Elba kam es zu Erdrutschen, eingestürzten Mauern und Verkehrsbehinderungen. In der Provinz Crotone mussten Feuerwehrleute Autofahrer aus überfluteten Straßen retten. In Anzio drang Wasser in den erst im Juni eröffneten Bereich der Intensivstation ein. Aus dem Raum Tarent wurden zudem Schäden an Weinbergen und ihren Überdachungen gemeldet.
Unwetter in Italien: Welche Warnungen am Donnerstag gelten
Die Warnung in Kampanien gilt am Donnerstag von 0 bis 16 Uhr für die gesamte Region. Erwartet werden örtliche Schauer oder Gewitter. In der Ebene um Neapel, im oberen Volturnotal sowie in Alta Irpinia und Sannio sollen die Niederschläge im Laufe des Morgens abklingen. Die Behörden rechnen dennoch mit möglichen Überflutungen, Steinschlag und vereinzelten Erdrutschen. Durch die durchnässten Böden sind solche Folgen auch ohne neuen Regen möglich.
Für Venetien sieht die Donnerstagsprognose nach letzten örtlichen Niederschlägen im Osten zunehmend größere Auflockerungen vor. Die Temperaturen gehen überwiegend zurück. Das nationale Tagesbulletin nennt gelbe Risikogebiete unter anderem in der östlichen venetischen Ebene, im Trentino, in Kampanien und in Teilen der Lombardei. Die konkreten regionalen Laufzeiten bleiben entscheidend: Die am Mittwoch geltenden orangefarbenen Warnungen und Schulschließungen lassen sich nicht auf den gesamten Donnerstag übertragen.




















