Turin – Im Turiner Stadtteil Parella ist es zu einem mutmaßlichen Mord mit anschließendem Suizid gekommen. Die Ermittler der Kriminalpolizei gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass eine 39-jährige Frau in der gemeinsamen Wohnung in der Via Domodossola zunächst ihre 13 Jahre alte Tochter und anschließend sich selbst getötet hat.
Ältere Tochter entdeckt die Leichen
Die grausige Entdeckung machte die 19-jährige Tochter der Familie, als sie nach Hause zurückkehrte. Sie alarmierte umgehend die Rettungskräfte. Die Sanitäter des Rettungsdienstes 118 Azienda Zero fanden die 13-Jährige beim Eintreffen bewusstlos vor und versuchten vergeblich, sie zu reanimieren. Anschließend wurde auch die Leiche der Mutter in der Wohnung entdeckt.
Die 19-Jährige erlitt einen schweren Schock und wurde zur medizinischen Betreuung in das Krankenhaus Maria Vittoria eingeliefert. Ihre anstehende Aussage gilt für die Ermittler als zentraler Baustein, um das Motiv für die Tat aufzuklären.
Trennung als möglicher Hintergrund
Ersten Zeugenaussagen zufolge befand sich die 39-jährige Mutter in der Trennungsphase von ihrem Ehemann und lebte fortan allein mit ihren beiden Töchtern. Beamte der Polizei (Squadra mobile) und ein Gerichtsmediziner haben vor Ort die Ermittlungen aufgenommen, um die genaue Dynamik des Vorfalls zu rekonstruieren.
Eine erste Hypothese der Ermittler lautet, dass die Frau das 13-jährige Mädchen möglicherweise im Verlauf eines Streits erwürgt hat. Danach soll sie sich mit einer Schnur oder einem Seil selbst das Leben genommen haben. Die Polizei führt die weiteren Untersuchungen fort, um die exakten Hintergründe dieses tragischen Falls zweifelsfrei zu klären.




















