Florenz – Romanzo criminale kommt als Oper auf die Bühne: Am Freitag, 23. Oktober, wird die neue Vertonung des Kriminalromans im Teatro del Maggio Musicale Fiorentino uraufgeführt. Oscarpreisträger Nicola Piovani hat die Musik komponiert und übernimmt die musikalische Leitung. Romanautor Giancarlo De Cataldo schrieb das Libretto; für die Inszenierung ist Massimo Popolizio verantwortlich.
Das Werk entstand im gemeinsamen Auftrag des Florentiner Opernhauses und der Fondazione Musica per Roma. Es erzählt von Aufstieg und Untergang der Banda della Magliana, einer römischen Verbrecherbande. Bei der Vorstellung der Produktion am Montag erläuterten die Beteiligten, wie sich die Oper von den bisherigen Fassungen unterscheidet. Die politischen Großereignisse, die im Roman die Bandengeschichte begleiten, treten zurück. Im Mittelpunkt stehen die Figuren und ihre Beziehungen.
Durch die Handlung führt Patrizia, gesungen von Vanessa Goikoetxea. Anthony Ciaramitaro übernimmt den Dandi, Carlo Raffaelli den Libanese und Matteo Desole den Kommissar Scialoja. Gesungen wird überwiegend auf Italienisch. Nur wenige römische Ausdrücke bleiben erhalten, darunter das Losungswort, mit dem die Bande ihren Zusammenschluss besiegelt.
Romanzo criminale mit vier Vorstellungen im Maggio
Die Premiere beginnt um 20 Uhr in der Sala Grande. Weitere Aufführungen stehen am 25. Oktober um 15.30 Uhr, am 28. Oktober um 20 Uhr und am 31. Oktober um 17 Uhr auf dem Programm. Rai Cultura zeigt die Produktion am Premierenabend ab 21.20 Uhr auf Rai 3. Für 2027 sind Vorstellungen im Auditorium Parco della Musica Ennio Morricone in Rom vorgesehen.
Für Piovani ist Romanzo criminale nach Amorosa presenza und Il labirinto di Creta die dritte Oper. Der Komponist erhielt 1999 einen Oscar für seine Musik zu Roberto Benignis La vita è bella. Popolizio kennt den Stoff bereits aus dem Kino: In Michele Placidos Verfilmung von 2005 spielte er den Terribile. Als Regisseur will er verhindern, dass die Gewalt der Handlung zum bloßen Schauwert wird. De Cataldos Roman erschien 2002; nach Film und Fernsehserie folgt nun die Fassung für das Musiktheater.




















