Momente großer Angst, gefolgt von unendlicher Erleichterung und einem beeindruckenden Beispiel für Solidarität: Am Ufer des bei Urlaubern beliebten Lago di Levico im Trentino hat das Verschwinden eines sechsjährigen Jungen am vergangenen Sonntag eine dramatische Suchaktion ausgelöst, die glücklicherweise ein Happy End fand.
Gegen 13 Uhr schlug eine junge Mutter am öffentlichen Strand in der Via Segantini panisch Alarm. Ihr Sohn, den sie nur wenige Augenblicke zuvor noch am Ufer hatte spielen sehen, war plötzlich verschwunden. Zurück blieben nur seine Badeschuhe, wenige Schritte vom Wasser entfernt. Die Befürchtung, der Junge könnte in den See gefallen sein, löste sofort einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus.
Spontane Menschenkette sucht den See ab
Während ein Rettungsboot die Wasseroberfläche absuchte, griffen die Rettungsschwimmer zu einer besonderen Maßnahme: Sie forderten die anwesenden Badegäste auf, eine Menschenkette zu bilden. Die Reaktion war überwältigend. Rund vierzig Personen, die meisten davon einander unbekannt, zögerten keine Sekunde. Hand in Hand gingen sie bis zur Schulter in den See, um systematisch und lückenlos den Grund in Ufernähe abzusuchen.
Nur wenige Minuten nach Beginn dieser beeindruckenden Aktion löste sich die Spannung auf: Der Junge wurde wohlbehalten in einem anderen Teil des Parks gefunden. Er hatte von der ganzen Aufregung um seine Person nichts mitbekommen. Marco Salvo, der Verantwortliche des Rettungsdienstes, zeigte sich im Nachgang tief beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Menschen. Der Vorfall sei ein Beweis dafür, dass gelebter Bürgersinn in einer potenziellen Gefahrensituation den entscheidenden Unterschied machen kann.




















