Colli Euganei – Die Vendemmia 2026 auf den Colli Euganei beginnt früher als in den vergangenen Jahren: Bereits ab Montag, dem 10. August, starten die Winzer mit der Ernte der frühreifenden Sorten wie Pinot Bianco und Chardonnay sowie der Trauben aus Weinbergen im ersten Produktionsjahr. Damit liegt der Erntebeginn rund eine Woche vor dem Vorjahrstermin. Das teilt der Consorzio Tutela Vini Colli Euganei mit.
Hitze beschleunigt die Reife – Zuckergehalt steigt rasch
Dem Konsortium zufolge ist der Gesundheitszustand der Trauben derzeit ausgezeichnet, die Qualität gut und die erwartete Menge mit den Vorgaben des Produktionsreglements vereinbar. Fitosanitäre Probleme seien bislang ausgeblieben, Hagel habe das Anbaugebiet – im Gegensatz zu anderen Weinregionen – bisher verschont. Die hohen Temperaturen und der warme Wind beschleunigten jedoch auf den Hügellagen, wo keine Bewässerung möglich sei, den Zuckeraufbau und den Abbau von Apfelsäure erheblich. Um das Gleichgewicht zwischen Zucker und Säure zu wahren, müsse die Ernte entsprechend vorgezogen werden. Konsortiumspräsident Gianluca Carraro zeigt sich laut Mitteilung sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf und hebt hervor, dass die Wärme Pilzkrankheiten wie Peronospora und Oidium ferngehalten habe.
Späte Rotweintrauben und Wildschweindruck als offene Fragen
Nach dem Serprino und den Grundweinen für Schaumweine folgen die schwarzbeerigen Bordeaux-Sorten, aus denen die prestigeträchtigen Colli Euganei DOC-Weine entstehen – deren Ernte wird erst Ende August oder Anfang September erwartet. Erst dann lasse sich eine endgültige Bilanz des Jahrgangs ziehen. Ein anhaltend kritisches Problem bleibe der Wildschweinbestand: Immer häufiger würden die kurz vor der Ernte stehenden Weinberge von den Tieren erheblich beschädigt, was die Arbeit der Produzenten zunichte mache.




















