Rom – Italien steht vor turbulenten Wettertagen, die das Land in zwei völlig gegensätzliche Zonen teilen. Verantwortlich dafür ist der ehemalige Hurrikan „Erin“, dessen Tiefdruckausläufer vom Atlantik her auf den Norden des Landes treffen. Während dort mit schweren Unwettern zu rechnen ist, pumpt das System heiße Luft aus Afrika in den Süden und sorgt für eine intensive Hitzewelle.
Rote Alarmstufe und Starkregen im Norden
Für die norditalienischen Regionen, insbesondere die Lombardei, haben die Behörden die höchste, rote Warnstufe ausgerufen. Es wird mit heftigen und langanhaltenden Regenfällen, Gewittern und lokalen Unwettern gerechnet. Erste Niederschläge setzten bereits in der Provinz Varese ein. Als Vorsichtsmaßnahme aufgrund der Sturm- und Regenwarnungen hat die Stadt Mailand die Schließung aller öffentlichen Parks und Grünanlagen angeordnet, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Die Unwetter konzentrieren sich zunächst auf den Nordwesten mit Piemont und Ligurien, bevor sie im Laufe des Abends und der Nacht weiter in Richtung Alpen und Nordosten ziehen.
Hitzewelle mit Spitzenwerten bis 40 Grad
Ganz anders stellt sich die Lage in Mittel- und Süditalien dar. Hier sorgt die aus Afrika herangeführte Heißluft für einen drastischen Temperaturanstieg. In den zentralen Regionen werden Werte bis 35 Grad erwartet. Im Süden klettert das Thermometer sogar auf 37 bis 38 Grad. Absolute Spitzenwerte von bis zu 40 Grad sind auf Sardinien möglich. Diese extreme Hitze wird voraussichtlich bis Freitag anhalten. Erst zum Wochenende soll die Wetterfront auch den Süden und die Mitte des Landes erreichen und mit Regen und Gewittern für eine spürbare Abkühlung auf saisonale Durchschnittswerte sorgen.




















