Rom, Italien – Eine schwere Unwetterfront mit sintflutartigen Regenfällen, Hagel und starkem Wind hat in den letzten Stunden in mehreren Regionen Nord- und Mittelitaliens zu erheblichen Problemen geführt. Von der Lombardei über Venetien bis nach Latium waren hunderte Einsätze von Feuerwehr und Zivilschutz notwendig, um überflutete Straßen, umgestürzte Bäume und Stromausfälle zu bewältigen.
Besonders angespannt ist die Situation in der Region Venetien. In den Provinzen Venedig und Padua gingen bei den Einsatzzentralen weit über hundert Notrufe ein. Orte wie Spinea, Mirano und Mestrino meldeten zahlreiche überflutete Keller und Straßen. In Villafranca Padovana musste die Feuerwehr einen Autofahrer aus einer vollgelaufenen Unterführung retten.
Lage in Venedig als „kritisch“ eingestuft
Auch die Stadt Venedig selbst ist stark betroffen. Die Behörden haben die kommunale Einsatzzentrale für Zivilschutz einberufen und bezeichnen die Lage als „kritisch“. Bürger und Touristen wurden aufgerufen, sich nur im absoluten Notfall im Freien zu bewegen und überschwemmte Gebiete konsequent zu meiden. Auch im Umland von Mailand, insbesondere in Lacchiarella, standen Straßen und Keller bis zu 40 Zentimeter unter Wasser.
Sturmschäden auch in Mittelitalien
Die Unwetterwelle zog auch über Mittelitalien hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung. In Prato in der Toskana war die Feuerwehr mit mindestens 37 Einsätzen beschäftigt, um umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste zu beseitigen, die teilweise auf Autos und Dächer gestürzt waren. In Viterbo (Latium) führte ein nächtliches Gewitter zu zahlreichen Überschwemmungen und Stromausfällen in der Altstadt. Auch in der Hauptstadt Rom rückte die Feuerwehr seit der Nacht zu über 100 Einsätzen aus. Hier waren vor allem der südöstliche Teil der Stadt sowie die Küste von Fregene bis Ostia von umgestürzten Bäumen und herabfallenden Schildern betroffen.




















