Thomas D’Alba aus Legnano ist laut übereinstimmenden Medienberichten Ende Juni im Gebiet Sumy in der Ukraine gefallen. Der ehemalige Fallschirmjäger der italienischen „Folgore“-Brigade hatte sich vor etwa zwei Jahren der ukrainischen Nationalgarde angeschlossen, um gegen die russische Invasion zu kämpfen.
Er kombinierte seine militärische Vergangenheit mit einer Leidenschaft für Musik. Zehn Jahre lang unterrichtete er E-Gitarre an der Scuola di Musica Niccolò Paganini in Legnano. Kolleg:innen berichten, er habe in den Pausen sogar in ukrainischen Krankenhäusern musiziert.
Anfang Juni, kurz nach seinem Einsatzbeginn in Sumy, riss der Kontakt zu ihm ab. Er wurde daraufhin als vermisst gemeldet und gilt seither als „missing in action“, obwohl ukrainische Quellen seinen Tod für Mitte Juni bestätigen.
Via der Plattform X (ehemals Twitter) äußerte der ukrainische Aktivist Vladislav Maistrouk, der D’Alba persönlich kannte: „Er war ein Gentleman … er fiel im Donbass, um die Ukraine und Europa zu verteidigen.“ Er beschrieb ihn als Mutmacher, der selbst nach gefährlichen Vorfällen wie einem Unglück mit einer russischen FPV-Drohne nicht zurückschreckte.
D’Alba ist inzwischen der siebte Italiener, dessen Tod im Kontext des Krieges bestätigt wurde. Zuvor waren unter anderem Manuel Mameli (25, Cagliari) und Antonio Omar Dridi (35, Palermo) getötet worden. Neben freiwilligen Kämpfern verloren auch zivile Helfer und Medienschaffende sowie zahlreiche ukrainische Zivilisten ihr Leben.
Eine offizielle Stellungnahme des italienischen Außenministeriums liegt bisher nicht vor, allerdings bestätigen Behörden, dass Ermittlungen eröffnet wurden und mit einer baldigen Identifizierung gerechnet wird.
Im Umfeld der Parachutisti Folgore, wo D’Albas militärische Laufbahn begann, erinnert man sich an ihn als entschlossenen, reflektierten und menschlich engagierten Kameraden. Wechselnde Aufgaben und internationale Einsätze hätten ihn geprägt, doch in der Ukraine habe er offenbar eine klare moralische Entscheidung getroffen.

















