
Die Weinstraßen in Italien sind kein Werbebegriff, sondern eine Rechtsform. Am 27. Juli 1999 hat der italienische Gesetzgeber mit der Legge 268, dem Gesetz zur „Disciplina delle strade del vino“, festgelegt, unter welchen Bedingungen sich eine Route so nennen darf. Seitdem steht hinter jedem braunen Schild mit der Traube ein eingetragener Verein oder ein Schutzkonsortium, das Kellereien, Gasthäuser und Gemeinden zusammenbindet. Für dich heißt das: Du fährst nicht ins Blaue, sondern eine ausgeschilderte Strecke ab, an der die Betriebe auf Besuch eingestellt sind.
Dieser Guide führt dich über 15 Routen in 13 Regionen, von den 150 Kilometern der Südtiroler Weinstraße bis zur Cannonau-Route im Bergland von Nuoro. Zu jeder Straße steht hier, wer sie trägt, wo du sinnvoll startest, welche Rebsorte den Ton angibt und was dich vor Ort erwartet. Dazu die Preise, die Termine und der eine Fehler, den fast jeder beim ersten Mal macht.
Italiens Weinstraßen in Zahlen
Italien führt nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums 411 Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung und weitere 111 mit geschützter geografischer Angabe. Die Weinstraßen bündeln davon jeweils eine Handvoll und machen sie befahrbar. Zwei der Landschaften, durch die sie führen, stehen auf der Welterbeliste der UNESCO.
Stand: August 2026 · Angaben laut Masaf, UNESCO und den Trägervereinen der Routen.
- Genießer, die lieber drei Kellereien in Ruhe als zehn im Schnelldurchlauf besuchen
- Herbstreisende, die Lese und Feste erleben wollen
- Fotografen, denen Terrassen, Zypressen und Vulkanhänge mehr geben als Strände
- Paare mit Zeit für lange Mittagessen
- Reisende ohne Auto, denn kaum eine Route ist mit Bus und Bahn vollständig abzufahren
- Familien mit kleinen Kindern, die im Keller nichts zu tun haben
- Kurztrips unter zwei Tagen
- Winterreisende, weil viele kleine Betriebe dann geschlossen sind
Was kostet ein Tag auf einer Weinstraße in Italien?
Die Straße selbst kostet nichts, und das ist der eigentliche Reiz: Du fährst eine ausgeschilderte Strecke ab, hältst, wo es dir gefällt, und zahlst nur für das, was du wirklich machst. Ein Weinmuseum liegt bei rund 9,00 €, eine geführte Kellerbesichtigung mit Verkostung von fünf Weinen bei etwa 150,00 € für eine kleine Gruppe. Wer nur an der Theke einer Genossenschaftskellerei probiert, kommt mit dem Flaschenpreis davon.
Die folgenden Beträge sind an zwei Häusern belegt, die stellvertretend für die Preislage stehen: dem Weinmuseum im Schloss von Barolo und der Kellerei Kaltern an der Südtiroler Weinstraße.
| Angebot | Preis |
|---|---|
| WiMu, das Weinmuseum im Castello Falletti in Barolo | 9,00 € Erwachsene |
| WiMu, ab 65 Jahren | 7,00 € |
| WiMu, Kinder von 6 bis 14 Jahren | 1,00 € das erste Kind · 3,00 € jedes weitere |
| WiMu, Kinder bis 5 Jahre | frei |
| WiMu, Gruppen ab 12 Personen mit Anmeldung | 6,00 € pro Person |
| WiMu, Schulklassen | 3,00 € pro Person |
| WiMu, Familientarif an jedem zweiten Sonntag im Monat | 18,00 € für 2 Erwachsene und 1 Kind · 21,00 € mit 2 Kindern |
| Kellerei Kaltern, Führung und Verkostung von fünf Weinen, 1,5 Stunden | ab 150,00 € für bis zu 6 Personen · 25,00 € je weitere Person |
| Kellerei Kaltern, „Rent a Sommelier“ | ab 200,00 € für bis zu 6 Personen · 35,00 € je weitere Person |
| Verkostung an der Theke der Kellerei Kaltern | ohne Voranmeldung während der Öffnungszeiten |
| Transfer vom Bahnhof Giarre-Riposto nach Linguaglossa zum Weinzug am Ätna | 50,00 € hin und zurück für bis zu 5 Personen, bar beim Fahrer |
Kostenlos sind die Straßen selbst, die Aussichtspunkte, die Ortskerne und in den meisten Genossenschaftskellereien der erste Schluck an der Theke. Rechne trotzdem mit einem zweistelligen Betrag pro Person und Tag, sobald eine geführte Verkostung dazukommt.
Welche 15 Weinstraßen in Italien lohnen die Reise?
Die Reihenfolge läuft von Nord nach Süd und schließt mit den beiden Inseln. Jede Route trägt einen eingetragenen Verein oder ein Schutzkonsortium, das Karten, Öffnungszeiten und Mitgliederlisten pflegt. Wer sich die Strecke vorher dort ansieht, spart sich die Suche vor Ort.
1. Strada del Barolo e Grandi Vini di Langa: Nebbiolo im UNESCO-Welterbe
Die Langhe, die Hügelkette südlich von Alba im Piemont, gehören seit 2014 zum UNESCO-Welterbe. Eingeschrieben ist die Stätte „Paesaggi vitivinicoli del Piemonte“ nach den Kriterien iii und v, mit sechs Komponenten: fünf Weinbaugebieten und dem Castello di Grinzane Cavour. Es ist die einzige Welterbestätte Italiens, die ausdrücklich für eine Weinbaulandschaft vergeben wurde und dabei ein Schloss mitzählt.
Die Route trägt der Verein Strada del Barolo e Grandi Vini di Langa mit Sitz in Castiglione Falletto. Er wurde 2006 gegründet und feiert 2026 unter dem Titel „Io, Barolo“ sein zwanzigjähriges Bestehen. Die Leitsorte ist der Nebbiolo, aus dem hier sowohl Barolo als auch Barbaresco entstehen. Im Castello Falletti in Barolo sitzen unter einem Dach das Weinmuseum WiMu und die Enoteca Regionale del Barolo, die von Donnerstag bis Sonntag von 10.30 bis 18.30 Uhr geöffnet hat.
Gut zu wissen: Die Enoteca Regionale del Barbaresco im Nachbarort residiert in der ehemaligen Kirche San Donato, besteht seit dem 5. Juli 1986 und vertritt 142 Mitgliedsbetriebe. Feste Öffnungszeiten weist sie nicht aus, im Sommer öffnet sie täglich. Ein Anruf vorher erspart dir die Fahrt. Wie sich der Ort selbst anfühlt, steht in unserem Guide zu Barbaresco und seinen Sehenswürdigkeiten.

2. Südtiroler Weinstraße: 150 Kilometer durch 16 Weinorte
Die Südtiroler Weinstraße ist die längste Route in diesem Guide und eine der ältesten des Landes. Sie zieht sich über 150 Kilometer durch 16 Gemeinden, vom Weindorf Nals im Norden über die Landeshauptstadt Bozen bis nach Salurn, wo Südtirol an das Trentino grenzt. Auf ihren rund 4.400 Hektar liegen etwa 75 % der gesamten Südtiroler Rebfläche, und 75 Kellereien gehören dem Verein an.
Die 16 Orte heißen Andrian, Auer, Bozen, Branzoll, Eppan, Kaltern, Kurtatsch, Kurtinig, Margreid, Montan, Nals, Neumarkt, Pfatten, Salurn, Terlan und Tramin. Der Ortsname Tramin erklärt dabei gleich eine der Leitsorten: den Gewürztraminer. Dazu kommen Weißburgunder als zweiter großer Weißer und mit Lagrein und Vernatsch zwei einheimische Rote, die es außerhalb Südtirols kaum gibt.
Was diese Route von allen anderen unterscheidet, ist die Dichte auf engstem Raum. Zwischen zwei Kellereien liegen selten mehr als ein paar Minuten, dazwischen stehen Burgen, und mit dem Kalterer See liegt der wärmste Badesee der Alpen direkt an der Strecke. Du kannst also vormittags verkosten und nachmittags schwimmen, was sonst nirgends geht.

3. Strada del Prosecco: die erste Weinstraße Italiens
Wenn eine Route den Titel „älteste Weinstraße Italiens“ verdient, dann diese. Der heutige Verein Strada del Prosecco e Vini dei Colli Conegliano Valdobbiadene hat sich 2003 konstituiert, versteht sich aber ausdrücklich als Erbe der Strada del Vino Bianco, die 1966 eröffnet wurde und die er selbst als „prima arteria enologica italiana“ bezeichnet, als erste önologische Verkehrsader Italiens. Weite Teile der historischen Strecke sind in die heutige Route eingegangen.
Der Hauptweg misst rund 90 Kilometer zwischen Conegliano und Valdobbiadene, dazu kommen drei thematische Nebenrouten durch die umliegenden Hügel. Seit 2019 stehen diese Hänge als „Le Colline del Prosecco di Conegliano e Valdobbiadene“ auf der UNESCO-Welterbeliste, eingeschrieben nach Kriterium v, mit einer Kernzone von gut 20.300 Hektar. Der Grund ist die ciglione, die grasbewachsene Böschungsterrasse, mit der die Winzer seit Jahrhunderten die steilen Hänge bewirtschaften.
Gekeltert wird der Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG ausschließlich in den 15 Gemeinden der Denomination und ausschließlich aus der Rebsorte Glera. Das Vereinsbüro sitzt in der Villa dei Cedri in Valdobbiadene und ist montags bis freitags von 9 bis 12.30 und von 15 bis 18 Uhr besetzt. Dort bekommst du auch die Liste mit den Öffnungszeiten der Mitgliedsbetriebe, und die brauchst du: Die Häuser hier sind klein und arbeiten meist nur nach Anmeldung.

4. Strada del Vino Valpolicella: Amarone nördlich von Verona
Die Valpolicella beginnt praktisch am Stadtrand von Verona und zieht sich in mehreren Seitentälern nach Norden. Der Trägerverein der Weinstraße verbindet rund zwanzig Gemeinden, von Dolcè und Pescantina im Westen bis Montecchia di Crosara im Osten. Die Leitsorten sind Corvina, Corvinone und Rondinella, drei einheimische Rote, aus denen die ganze Bandbreite von leichtem Valpolicella bis zum schweren Amarone entsteht.
Der Amarone verdankt seine Kraft einem Umweg: Die Trauben trocknen nach der Lese monatelang auf Horden, verlieren Wasser und konzentrieren Zucker und Aromen. Diese appassimento genannte Technik ist der Grund, warum ein Amarone deutlich mehr Alkohol und Wucht hat als ein normaler Rotwein aus denselben Beeren. Vor Ort kannst du die Trockenböden in vielen Betrieben besichtigen, am eindrücklichsten zwischen Oktober und Januar, wenn sie voll sind.
Gut zu wissen: Die Weinstraße deckt mehr Fläche ab als das Anbaugebiet. Mit Soave, Cazzano di Tramigna und Montecchia di Crosara liegen drei Mitgliedsgemeinden schon im Soave-Gebiet. Für dich ist das eher ein Vorteil, weil du auf einer Strecke einen kräftigen Roten und einen der bekanntesten Weißweine Venetiens probieren kannst. Nur solltest du nicht davon ausgehen, dass jeder Betrieb an der Route auch Amarone macht.

5. Strada del Franciacorta: Flaschengärung am Iseosee
Die Franciacorta liegt zwischen dem Südufer des Iseosees und der Stadt Brescia und ist die kleinste der großen Schaumweinregionen Italiens. Die Associazione Strada del Franciacorta wurde im Jahr 2000 gegründet und sitzt in Erbusco. Sie ist ausdrücklich als Anlaufstelle für Besucher gedacht und stellt Routenvorschläge zusammen, was hier hilft, weil die Betriebe über ein flaches, unübersichtliches Hügelland verstreut liegen.
Franciacorta entsteht aus Chardonnay, Pinot Nero und Pinot Bianco, letzterer bis zu einem Anteil von 50 %; seit einigen Jahren ist zusätzlich die einheimische Sorte Erbamat zugelassen. Die Regeln des Konsortiums sind streng: Handlese, zweite Gärung in der Flasche und ein Hefelager von mindestens 18 Monaten. Bei Jahrgangsweinen sind es 30 Monate, bei der Riserva 60. Das ist der Grund, warum ein Franciacorta anders schmeckt als ein Prosecco, obwohl beide perlen.
Wer im September kommt, trifft auf das Festival Franciacorta in Cantina, bei dem rund 80 Kellereien gleichzeitig öffnen. Wir haben aus dem Programm 2026 bereits Villa Franciacorta mit ihren Fesselballons vorgestellt.

6. Via Chiantigiana: die berühmteste Strecke der Toskana
Die Via Chiantigiana, offiziell die Landstraße SR 222, verbindet Florenz mit Siena und führt dabei durch das Herz des Chianti Classico. Sie ist die meistbefahrene Weinstraße Italiens und im Sommer entsprechend voll. Ihr bekanntester Halt ist Greve in Chianti mit seinem dreieckigen Marktplatz und den Arkaden.
Das Gebiet hat die älteste dokumentierte Abgrenzung der Weinwelt: Bereits 1716 legte Großherzog Cosimo III. per Edikt fest, wo Chianti anfängt und wo er aufhört. Der Zusatz „Classico“ für das historische Kerngebiet ist seit 1932 amtlich. Das Consorzio Vino Chianti Classico wurde am 14. Mai 1924 in Radda von 33 Erzeugern gegründet, die den schwarzen Hahn als Zeichen wählten, den Gallo Nero; seit 2005 trägt ihn jede Flasche der Denomination.
Chianti Classico wurde 1967 als DOC anerkannt und 1984 zur DOCG hochgestuft. Die Basis ist Sangiovese mit mindestens 80 %, seit 1996 darf der Wein auch reinsortig sein, und seit 2013 gibt es mit der Gran Selezione eine Spitzenkategorie oberhalb der Riserva. Diese drei Stufen erklären, warum du in derselben Kellerei drei sehr unterschiedliche Weine aus derselben Traube bekommst.

7. Strada del Vino Nobile di Montepulciano: neun Orte in der Valdichiana
Rund hundert Kilometer südöstlich des Chianti liegt die zweite toskanische Route dieses Guides. Der Verein Strada del Vino Nobile di Montepulciano e dei Sapori della Valdichiana Senese besteht seit 1998, sitzt an der Piazza Grande in Montepulciano und verbindet neun Gemeinden: Cetona, Chianciano Terme, Chiusi, Montepulciano, San Casciano dei Bagni, Sarteano, Sinalunga, Torrita di Siena und Trequanda.
Der Vino Nobile entsteht aus Sangiovese, der hier allerdings Prugnolo Gentile heißt, ein lokaler Klon mit eigenem Namen. Verwechsle den Wein nicht mit dem Montepulciano d’Abruzzo: Der eine ist ein Ort in der Toskana, der andere eine Rebsorte in den Abruzzen, und miteinander haben sie nichts zu tun. Diese Namensfalle ist der häufigste Irrtum der italienischen Weinkarte.
Montepulciano selbst ist der eigentliche Grund für die Reise. Die Renaissancestadt liegt auf einem schmalen Bergrücken, und ein Teil ihrer historischen Palazzi hat die Keller in den Fels getrieben, in denen bis heute Fässer liegen. Du steigst also mitten in der Altstadt in einen Weinkeller hinab. Mit den Thermen von Chianciano und San Casciano dei Bagni liegen dazu zwei Bäder an der Route, was diese Strecke für Reisende interessant macht, die nicht nur verkosten wollen.

8. Strada del Sagrantino: vier Gemeinden um Montefalco
Umbrien ist die kleinste der großen Weinregionen in diesem Guide, und die Strada del Sagrantino ist entsprechend kompakt. Der Verein sitzt an der Piazza del Comune in Montefalco und deckt nach eigenen Angaben vier Gemeinden ab: Bevagna, Giano dell’Umbria, Gualdo Cattaneo und Montefalco. Neben dem Wein führt er ausdrücklich auch natives Olivenöl und die Jacquard-Weberei als Erzeugnisse der Gegend.
Der Sagrantino ist ein Sonderfall unter Italiens Rebsorten. Er bringt so viel Tannin mit wie kaum eine andere, weshalb der Montefalco Sagrantino DOCG jahrelang reifen muss, bevor er trinkbar ist. Wer sich langsam herantasten will, beginnt mit dem Montefalco DOC, in dem der Sagrantino nur einen Teil ausmacht.
Montefalco selbst heißt „Balkon Umbriens“, und das ist ausnahmsweise keine Übertreibung: Vom Ort aus siehst du über das gesamte Tal von Spoleto bis Perugia. Wer mehr von der Region sehen will, findet die Übersicht in unserem Umbrien Travel Guide.

9. Verdicchio dei Castelli di Jesi: Weißwein in den Marken
Die Marken sind die stillste Weinregion dieses Guides und die einzige, in der ein Weißwein den Ton angibt. Das Gebiet der Castelli di Jesi, benannt nach den befestigten Dörfern rund um die Stadt Jesi, liegt im Hinterland von Ancona, eine gute halbe Stunde von der Adria entfernt.
Zuständig ist das Istituto Marchigiano di Tutela Vini, kurz IMT, ein 1999 gegründetes Sammelkonsortium mit Sitz in Jesi. Es betreut über 7.500 Hektar in den Provinzen Ancona, Macerata, Fermo und Pesaro-Urbino, hat über 515 Mitgliedsbetriebe und schützt 16 Herkunftsbezeichnungen, davon vier DOCG und zwölf DOC. Damit deckt es rund 45 % der Rebfläche der Region ab.
Die Leitsorte ist der Verdicchio, aus dem sowohl der Verdicchio dei Castelli di Jesi DOC als auch die höher eingestufte Castelli di Jesi Verdicchio Riserva DOCG entstehen. Der Wein hat einen unverwechselbaren bitteren Nachhall im Abgang, den man mögen muss. Er passt zum Fisch der nahen Adriaküste und ist einer der wenigen italienischen Weißweine, die nach zehn Jahren im Keller besser sind als nach zwei. Alles Weitere zur Region steht im Marken Travel Guide.

10. Colline Teramane: Montepulciano zwischen Gran Sasso und Adria
Die Colline Teramane sind die Hügel der Provinz Teramo im Norden der Abruzzen, eingeklemmt zwischen dem Massiv des Gran Sasso und der Adria. Diese Lage ist der ganze Punkt: An kaum einer anderen Stelle Italiens stehen Reben so nah an einem Dreitausender und gleichzeitig so nah am Meer.
Die Leitsorte heißt Montepulciano, und hier ist sie tatsächlich eine Traube, nicht ein Ort. Der Montepulciano d’Abruzzo aus den Colline Teramane ist der Spitzenwein der Region und trägt eine eigene DOCG. Er ist dunkel, weich und in der Regel deutlich günstiger als vergleichbare Rote aus der Toskana, was die Abruzzen zur besten Adresse für Reisende macht, die viel Wein für wenig Geld suchen.
Gut zu wissen: Der Quellartikel, aus dem dieser Guide entstanden ist, hat die römischen Ruinen von Alba Fucens als Ausflugsziel an dieser Route genannt. Das stimmt nicht. Alba Fucens liegt bei Massa d’Albe in der Provinz L’Aquila, auf der anderen Seite des Gran Sasso, und hat mit den Colline Teramane nichts zu tun. Was tatsächlich in der Nähe liegt, ist die Festung von Civitella del Tronto, eine der größten Wehranlagen Europas, keine halbe Stunde von den Weinbergen entfernt. Mehr zur Region im Abruzzen Travel Guide.

11. Strada del Vino e dei Sapori d’Irpinia: drei DOCG auf engem Raum
Die Irpinia ist das bergige Hinterland von Avellino in Kampanien, gut eine Stunde östlich von Neapel. Sie ist eine der wenigen Gegenden Italiens, in der auf engstem Raum drei DOCG nebeneinander liegen: Fiano di Avellino und Greco di Tufo als Weißweine, Taurasi als Roter aus der Aglianico-Traube.
Diese Dichte hat einen geologischen Grund. Die Irpinia liegt hoch, ist kühler als der Rest Kampaniens und hat vulkanisch geprägte Böden. Der Greco di Tufo hat seinen Namen sogar vom Tuffstein, in dem er wächst. Der Taurasi wiederum gilt als der langlebigste Rotwein Süditaliens und braucht Jahre, bevor er sich öffnet.
Gut zu wissen: Die Route heißt Strada del Vino e dei Sapori d’Irpinia, teils im Plural als „Strade“. Die Bezeichnung „Strada dei Vini e dei Sapori dei Feudi di Avellino“, die im Netz kursiert, findet sich auf keiner offiziellen Seite. Wer danach sucht, findet nichts. Nimm den richtigen Namen, dann führt dich die Suche auch zum Ziel. Die Region im Überblick steht im Kampanien Travel Guide.

12. Primitivo di Manduria: 18 Gemeinden im Salento
Der Primitivo ist der bekannteste Wein Apuliens, und Manduria in der Provinz Tarent ist sein Hauptort. Das Consorzio di Tutela del Primitivo di Manduria betreut die Denomination und listet in seinem Regelwerk 18 Gemeinden: fünfzehn in der Provinz Tarent, darunter Manduria, Sava, Avetrana, Maruggio und Lizzano sowie der Stadtteil Talsano von Tarent, dazu drei in der Provinz Brindisi, nämlich Erchie, Oria und Torre Santa Susanna.
Im Wein müssen nach dem Regelwerk mindestens 85 % Primitivo stecken, der Rest darf aus anderen nicht aromatischen roten Sorten kommen. Charakteristisch für die Gegend sind die alten Stöcke im alberello, dem freistehenden Buscherziehungssystem ohne Draht, das aussieht wie ein niedriger Busch und in der Hitze Apuliens besser funktioniert als Rebzeilen.
Das Salento hat als einzige Route in diesem Guide echtes Strandpotenzial: Das Ionische Meer liegt in Sichtweite, und Städte wie Lecce mit seinem Barock sind gut erreichbar. Wer Wein und Baden verbinden will, findet hier die entspannteste Kombination. Der Apulien Travel Guide hat die Details.

13. Strada del Vino dell’Etna: Reben am aktiven Vulkan
Am Ätna wächst Wein auf einem Vulkan, der regelmäßig ausbricht. Die Böden bestehen aus verwitterter Lava, die Weinberge liegen deutlich höher als überall sonst in Sizilien, und die Nächte sind kühl. Das Ergebnis sind Weine mit einer Säure und Klarheit, die man in Süditalien nicht erwartet.
Die Route trägt die Strada del Vino e dei Sapori dell’Etna APS mit Sitz in Milo an der Ostflanke des Bergs. Die Leitsorten sind der rote Nerello Mascalese und der weiße Carricante, beide auf den Ätna beschränkt. Das Gebiet ist in contrade gegliedert, kleine Lagen mit eigenem Namen, die auf den Etiketten stehen; das erinnert an das Burgund und gibt es sonst in Italien kaum.
Die Besonderheit dieser Route ist, dass du sie ohne Auto abfahren kannst. Der Verein betreibt den Treno dei Vini dell’Etna, eine Fahrt mit dem Triebwagen der schmalspurigen Ferrovia Circumetnea ab dem Bahnhof Linguaglossa, donnerstags und samstags von März bis November. Dazu gehören ein Bustransfer zu zwei Kellereien, zwei Verkostungen mit je zwei Gläsern Etna DOC und einem Teller regionaler Produkte sowie ein Halt in einem historischen Ortskern, entweder Castiglione di Sicilia oder Randazzo. Gebucht wird spätestens 48 Stunden vorher.

14. Collio: Weißwein an der slowenischen Grenze
Der Collio ist ein schmaler Hügelzug in Friaul-Julisch Venetien, der direkt an der Grenze zu Slowenien liegt und auf der anderen Seite als Brda weiterläuft. Zuständig ist das Consorzio Tutela Vini Collio mit Sitz in Cormons, das 1964 gegründet wurde und 2024 sein sechzigjähriges Bestehen gefeiert hat.
Friaul gilt vielen Kennern als beste Weißweinregion Italiens, und der Collio ist ihr Kern. Die wichtigste einheimische Sorte ist der Friulano, dazu kommt die Ribolla Gialla, die zunehmend auch für Orange Wines verwendet wird, also Weißweine mit Maischestandzeit. Der Boden trägt hier einen eigenen Namen: ponca, ein bröckeliger Mergelsandstein, der den Weinen ihre salzige Note gibt.
Der Collio ist die ruhigste Route dieses Guides. Es gibt keine Reisebusse, keine Warteschlangen und keinen Ort, der als Kulisse dient. Was es gibt, sind kleine Betriebe, in denen der Winzer selbst einschenkt. Als Standquartier bietet sich Gorizia an, die geteilte Stadt am Fuß der Hügel.

15. Strada del Vino Cannonau: das Bergland von Nuoro
Sardinien hat als eine der wenigen Regionen ein eigenes System aufgebaut: Das Landwirtschaftsressort der Region hat die Einrichtung von sieben Weinstraßen beschlossen, jeweils entlang einer Herkunftsbezeichnung, darunter Cannonau, Vermentino, Carignano, Nuragus, Malvasia und Vernaccia. Die Strada del vino Cannonau wurde von den Provinzen Nuoro und Ogliastra vorgeschlagen und mit Dekret des Assessors vom 14. Januar 2009 anerkannt.
Der Cannonau ist Sardiniens Aushängeschild, ein kräftiger Roter, der andernorts als Grenache oder Garnacha bekannt ist. Er wächst hier im Bergland der Barbagia und der Ogliastra, also weit weg von den Stränden, für die die Insel sonst steht. Orte wie Dorgali, Oliena und Jerzu liegen an dieser Route.
Diese Weinstraße ist die abgelegenste im Guide, und das ist gleichzeitig Nachteil und Reiz. Die Wege sind kurvig, die Betriebe klein, und ohne Anmeldung stehst du oft vor verschlossenen Toren. Dafür bekommst du eine Seite Sardiniens zu sehen, die die meisten Urlauber nie erreichen: Bergdörfer, Steineichenwälder und Hirtenkultur. Der Sardinien Travel Guide ordnet die Insel ein.

Eine Weinstraße fährt man mit dem Auto ab, und genau darin liegt das Problem. Legt in der Gruppe vorher fest, wer fährt, und haltet euch daran. In jeder Kellerei steht ein Spuckbecher bereit, und niemand nimmt es krumm, wenn du ihn benutzt. Wer allein unterwegs ist, plant die Verkostung auf den Nachmittag und die Übernachtung in Gehweite.
Wie kommst du zu den Weinstraßen in Italien?
Fast jede Route beginnt an einem Flughafen, der nicht weiter als eine Autostunde entfernt liegt. Für die Langhe im Piemont ist Turin der nächste, für Südtirol Bozen oder Verona, für die Valpolicella ebenfalls Verona, für die Prosecco-Hügel Treviso oder Venedig. Die Franciacorta erreichst du am schnellsten über Bergamo, das Chianti über Florenz oder Pisa, Montefalco über Perugia, die Castelli di Jesi über Ancona, die Colline Teramane über Pescara, die Irpinia über Neapel, Manduria über Brindisi oder Bari, den Ätna über Catania, den Collio über Triest und das Cannonau-Gebiet über Olbia oder Cagliari.
Ein Mietwagen ist auf allen Routen außer am Ätna praktisch Voraussetzung. Die Betriebe liegen zwischen den Dörfern, und der Linienbus fährt dort, wo überhaupt einer fährt, zwei- bis dreimal am Tag. Die Ausnahme ist die Südtiroler Weinstraße: Sie folgt dem Etschtal, hat eine durchgehende Bahnlinie und lässt sich mit Zug und Rad gut abfahren.
Wer ohne Auto reisen will, hat drei brauchbare Möglichkeiten: den Weinzug am Ätna, das Etschtal in Südtirol und geführte Tagestouren ab Florenz, Verona oder Alba. Alle drei kosten mehr als eine Fahrt auf eigene Faust, dafür entfällt die Frage nach dem Fahrer.
Melde dich in jeder Kellerei an, die du besuchen willst. Die großen Genossenschaften haben einen Verkaufsraum mit festen Zeiten, die kleinen Güter oft nur eine Klingel. Eine E-Mail zwei Tage vorher genügt, und Deutsch ist in Südtirol, am Gardasee und im Collio meist kein Problem.
Wann ist die beste Zeit für eine Weinreise nach Italien?
September und Oktober sind die dichtesten Monate: Dann läuft die Lese, die Höfe sind in Betrieb, und es riecht überall nach Most. Der Preis dafür ist, dass die Winzer arbeiten und weniger Zeit für Besucher haben. Wer in Ruhe verkosten will, kommt im Mai oder Juni, wenn die Betriebe geöffnet und die Straßen leer sind.
| Zeitraum | Das erwartet dich |
|---|---|
| März und April | Die Betriebe öffnen wieder, in den Reben wird geschnitten. Kühl, ruhig, günstig. |
| Mai und Juni | Die angenehmste Zeit zum Verkosten. Am letzten Maiwochenende öffnen bei Cantine Aperte hunderte Kellereien gleichzeitig. |
| Juli | Heiß, im Süden sehr heiß. Verkostungen am besten am Vormittag oder abends. |
| August | Rund um den 10. August läuft Calici di Stelle, die Verkostung unter dem Sternenhimmel. Im Süden und in den Schaumweingebieten beginnt bereits die Lese. |
| September | Hauptlese und die meisten Feste. In der Franciacorta öffnen zum Festival rund 80 Kellereien. |
| Oktober | Lese im Norden, Nebbiolo im Piemont, dazu die Trüffelsaison rund um Alba. Die Farben sind jetzt am besten. |
| November bis Februar | Die stille Zeit. Viele kleine Betriebe empfangen nur nach Voranmeldung, manche schließen ganz. Ausnahme ist San Martino im November. |
Der Lesebeginn verschiebt sich jedes Jahr um ein bis zwei Wochen. Wer die Lese sehen will, fragt zwei Wochen vorher beim Betrieb nach.

Welche Termine solltest du 2026 und 2027 einplanen?
Vier Termine bestimmen den italienischen Weinkalender, und drei davon kosten dich nichts außer der Anfahrt. Sie sind der einfachste Weg, an einem Tag mehrere Betriebe zu sehen, ohne jeden einzeln anzuschreiben.
Cantine Aperte ist der größte davon. Am letzten Maiwochenende öffnen die Mitgliedsbetriebe des Movimento Turismo del Vino in ganz Italien ihre Keller, 2026 waren das der 30. und 31. Mai. Derselbe Verband veranstaltet Cantine Aperte in Vendemmia im September und Oktober, Cantine Aperte a San Martino um den 11. November und einen Weihnachtstermin. Unter dem Titel Vigneti Aperti laufen von Frühjahr bis Herbst Führungen durch die Weinberge selbst.
Calici di Stelle fällt auf die Nacht des 10. August, wenn die Perseiden fallen. Kellereien und Ortskerne stellen Tische und Gläser nach draußen, und man verkostet unter freiem Himmel. Über den Juli und August verteilt gibt es zusätzlich Einzeltermine in den Betrieben.
Vinitaly in Verona ist die große Fachmesse und findet 2027 vom 11. bis 14. April statt. Sie richtet sich an den Handel, aber parallel läuft in der Altstadt ein Publikumsformat, über das wir mit Vinitaly and the City schon berichtet haben.
Dazu kommt das Festival Franciacorta in Cantina Mitte September, bei dem rund 80 Häuser gleichzeitig öffnen, und im September die Douja d’Or in Asti, der älteste Weinwettbewerb des Piemont.
Was du über Italiens Weinstraßen wissen solltest
Fünf Punkte, die in keiner Broschüre stehen und die deine Planung verändern.
1. Ohne Auto kommst du nicht weit. Die Betriebe liegen zwischen den Dörfern, und Linienbusse fahren dort selten. Zwei Routen sind die Ausnahme: die Südtiroler Weinstraße mit ihrer durchgehenden Bahnlinie im Etschtal und der Ätna mit dem Weinzug der Circumetnea. Wenn dir das wichtig ist, fang mit einer der beiden an.
2. Anmeldung ist die Regel. Die romantische Vorstellung, spontan an ein Hoftor zu klopfen, funktioniert bei Genossenschaftskellereien mit Verkaufsraum, sonst kaum. Kleine Güter haben keinen eigenen Empfang, sondern einen Winzer, der gerade im Keller steht. Eine kurze Mail zwei Tage vorher öffnet dir Türen, die sonst zu bleiben.
3. Nicht jede Route ist gleich gut ausgebaut. Südtirol, das Chianti und die Prosecco-Hügel haben Beschilderung, Karten und Infostellen. Die Irpinia, die Colline Teramane und das Cannonau-Gebiet haben vor allem Wein. Das ist kein Mangel, sondern eine andere Reise: weniger Service, mehr echtes Gespräch am Fass.
4. Verkostungspreise stehen selten im Netz. Wo ein Preis veröffentlicht ist, findest du ihn in diesem Guide. Bei den meisten Betrieben erfährst du ihn bei der Anmeldung, und er hängt davon ab, wie viele Weine du probierst und ob etwas zu essen dabei ist. Frag einfach mit, wenn du den Termin vereinbarst.
5. Von November bis Februar ist vielerorts zu. Große Häuser bleiben offen, kleine machen Pause. Wer trotzdem im Winter fahren will, plant um die Termine herum, an denen ohnehin geöffnet wird, allen voran San Martino im November.
Für wen lohnt sich welche Weinstraße?
Für den ersten Ausflug in die Weinwelt: die Südtiroler Weinstraße. Kurze Wege, deutschsprachige Kellereien, Badesee und Burgen als Ausgleich für alle, die nicht den ganzen Tag verkosten wollen.
Für Kenner, die wissen, was sie suchen: die Langhe im Piemont. Barolo und Barbaresco liegen eine Viertelstunde auseinander, und im Castello Falletti findest du beide unter einem Dach.
Für alle, die das Bild im Kopf haben: die Via Chiantigiana. Zypressen, Steinhäuser, Hügel bis zum Horizont. Genau deshalb ist sie im Sommer auch voll.
Für Schaumweintrinker: Franciacorta und die Prosecco-Hügel. Zwei völlig verschiedene Antworten auf dieselbe Frage, und beide lassen sich an einem verlängerten Wochenende verbinden.
Für Reisende, die Ruhe suchen: der Collio in Friaul oder das Cannonau-Gebiet auf Sardinien. Keine Reisebusse, kein Gedränge, dafür Betriebe, in denen der Chef selbst einschenkt.
Für Wein und Meer: Manduria im Salento oder der Ätna. Beide liegen so nah an der Küste, dass sich Verkostung und Badetag am selben Tag ausgehen.
Fahr im November, nicht im September
Im September will jeder die Lese sehen, und die Winzer haben dann am wenigsten Zeit. Um den 11. November herum läuft Cantine Aperte a San Martino, der stillste der großen Termine des Movimento Turismo del Vino. Die Keller sind voll, der neue Jahrgang liegt im Fass, die Arbeit ist getan, und in den Verkostungsräumen sitzen keine Gruppen, sondern drei Leute.
Dazu kommt, dass die Hügel im November leer sind. Im Chianti bekommst du an einem Dienstag im November eine Straße für dich, die im August im Stau steht. Die Unterkünfte kosten weniger, und die Küche wechselt auf das, was die Gegend im Winter hergibt: Trüffel im Piemont, Kastanien in Umbrien, Wild in Friaul.
Der Haken ist echt: Ein Teil der kleinen Betriebe hat geschlossen. Deshalb funktioniert der November nur mit Vorbereitung. Such dir vier Häuser aus, schreib sie an, und bau den Rest des Tages um die zwei bis drei, die zusagen.
Kombiniere die Weinstraßen mit Alba, Verona und Bozen
Keine dieser Routen füllt eine ganze Woche, und keine muss es. Jede von ihnen liegt neben einer Stadt, die den Rest der Reise trägt.
Im Piemont ist das Alba mit seinem weißen Trüffel und dem Markt im Herbst, dazu Turin als Anreisepunkt; die Übersicht steht im Piemont Travel Guide. In Venetien übernimmt Verona diese Rolle für die Valpolicella und Treviso für die Prosecco-Hügel, nachzulesen im Venetien Travel Guide. In Südtirol ist es Bozen, das mitten an der Weinstraße liegt und selbst eine Kellerei hat; mehr dazu im Südtirol Travel Guide.
In der Toskana liegen Florenz und Siena an den beiden Enden der Via Chiantigiana, und Montepulciano ist von beiden aus in gut einer Stunde erreichbar; der Toskana Travel Guide sortiert die Möglichkeiten. Am Ätna sind es Catania und Taormina, im Salento Lecce, und im Collio ist es Gorizia. Wer die Weinnachrichten dazu verfolgen will, findet sie gebündelt unter Wein aus Italien.
Unser Fazit: 15 Routen, drei Reisen
Italiens Weinstraßen sind kein Ziel, sondern ein Format. Seit 1999 steht hinter jeder ein Verein oder ein Konsortium, das dafür sorgt, dass Schilder stehen, Karten existieren und Betriebe erreichbar sind. Das nimmt einer Weinreise genau den Teil ab, der sie sonst anstrengend macht: die Suche.
Wer rechnet, kommt gut weg. Die Straße kostet nichts, das Weinmuseum in Barolo 9,00 €, und selbst eine geführte Verkostung mit fünf Weinen liegt bei einer Gruppe von sechs Personen im Bereich einer guten Restaurantrechnung. Teuer wird eine Weinreise erst, wenn man kistenweise einlädt, und dafür kann die Straße nichts.
Such dir für den Anfang nicht drei Routen aus, sondern eine, und nimm dir zwei Tage dafür. Wenn du noch keine Vorstellung hast, welche: Südtirol für den leichten Einstieg, die Langhe für die großen Weine, das Chianti für das Bild, das du im Kopf hast. Alles Weitere ergibt sich beim zweiten Glas.

FAQ - Häufig gestellte Fragen zu den Weinstraßen in Italien
Erlebnisse & Sehenswürdigkeiten
Quellen und weiterführende Infos
- Südtiroler Weinstraße, Verein Südtiroler Weinstraße (abgerufen August 2026)
- Strada del Prosecco e Vini dei Colli Conegliano Valdobbiadene (abgerufen August 2026)
- Consorzio per la tutela del Franciacorta, Metodo e fasi (abgerufen August 2026)
- Consorzio Vino Chianti Classico, Storia del Chianti Classico (abgerufen August 2026)
- WiMu, Museo del Vino a Barolo, Biglietti e info (abgerufen August 2026)
- Regione Autonoma della Sardegna, Le sette strade del vino della Sardegna (abgerufen August 2026)
Preise, Öffnungszeiten und Termine können sich ändern, prüfe die Angaben vor deiner Reise auf den offiziellen Seiten der Konsortien und Betriebe.












