
Bellagio – Wo sich die Arme des Comer Sees treffen, schiebt sich eine grüne Landzunge ins Wasser, und an ihrer Spitze stapeln sich Treppengassen über dem Hafen. Kein Ort am See wird öfter fotografiert, keiner trägt den Beinamen „Perle des Comer Sees“ so selbstverständlich. Die wichtigsten Bellagio Sehenswürdigkeiten kosten erstaunlich wenig: 10 € für die Uferparks der Villa Melzi, der neoklassizistischen Villa am Südufer, 13 € für die geführten Gärten der Villa Serbelloni auf dem Hügel über dem Ort, 5,50 € für die Fähre zu den Nachbarorten Varenna und Menaggio. Und die Punta Spartivento, die Spitze der Halbinsel, kostet gar nichts.
Dieser Guide liefert dir die geprüften Preise und Fahrpläne für 2026, sieben Highlights vom Villengarten bis zum Hausberg, drei verlässliche Restaurants, drei Häuser zum Übernachten und einen ehrlichen Blick darauf, wann der Ort überläuft und wie du das umgehst.
Die Eckdaten vorweg: Bellagio liegt in der Provinz Como, dort, wo sich der See in den Arm von Como und den Arm von Lecco gabelt. Die Gärten der Villa Melzi öffnen täglich von 10 bis 19 Uhr, die Führungen durch die Gärten der Villa Serbelloni laufen von Dienstag bis Sonntag, und das kleine Schifffahrtsmuseum im Ortsteil San Giovanni kostet 5 €. Wer mit dem Zug anreist, fährt von Mailand für einen Fahrpreis ab 7,40 € nach Varenna und setzt mit der Fähre über. Über dem Ort steht der Monte San Primo, mit 1.681 m der höchste Berg des Dreiecks zwischen den Seearmen.
Bellagio in Zahlen
Acht Werte, die deinen Besuch planbar machen: von den Gartenpreisen bis zum Parktarif.
Stand: September 2026 · Angaben laut Betreibern, PromoBellagio und Navigazione Laghi (Tarife gültig ab 1. April 2026).
- Garten- und Villenfans
- Paare und Genießer
- Fotografen und Spaziergänger
- Tagesausflügler mit Fähre
- Kinderwagen und Rollstuhl in den Treppengassen
- Nachtschwärmer
- Wintergäste, wenn Villen und Lido zu sind
- Knappe Budgets in der Hochsaison

Was kosten die Sehenswürdigkeiten in Bellagio?
Ein voller Tag in Bellagio kostet dich mit beiden Villengärten und dem Museum rund 28 € Eintritt. Die Gärten der Villa Melzi kosten 10 €, Kinder bis 11 Jahre kommen frei hinein, und Tickets gibt es nur an der Kasse am Eingang. Die geführte Runde durch die Gärten der Villa Serbelloni kostet 13 €, Kinder von 7 bis 13 Jahren zahlen 7 €. Das Museo degli Strumenti per la Navigazione, das kleine Schifffahrtsmuseum im Ortsteil San Giovanni, nimmt 5 €. Dazu kommt die Fähre: 5,50 € kostet die einfache Fahrt von Varenna oder Menaggio herüber, 12 € das Schiff von Como.
Eintritte und Tickets in Bellagio
| Angebot | Preis |
|---|---|
| Gärten der Villa Melzi | 10 € Erwachsene · bis 11 J. frei |
| Gartenführung Villa Serbelloni | 13 € Erwachsene · 7 bis 13 J. 7 € |
| Museo degli Strumenti per la Navigazione | 5 € |
| Fähre Varenna oder Menaggio nach Bellagio | 5,50 € einfach |
| Schiff Como nach Bellagio | 12 € einfach |
| Tageskarte Schiff, mittleres Seebecken | 17,50 € |
| Rundfahrt Como nach Bellagio und zurück | 24 € Erwachsene · Kinder 12 € |
| Strandplatz „Box“ im Lido di Bellagio | 50 € · 2 Liegen mit Schirm |
Stand: September 2026 · Schiffstarife der Navigazione Laghi gültig ab 1. April 2026, Gartenpreise laut Betreibern.
Keinen Eintritt zahlst du an der Punta Spartivento, in den Treppengassen der Altstadt und auf dem ganzen Lungolago, der Uferpromenade. Auch die romanische Basilica San Giacomo an der Piazza della Chiesa kostet nichts, sofern sie geöffnet ist und keine Messe läuft. Das Lido di Bellagio, das Strandbad am Rand des Ortskerns, vergibt seine Plätze dagegen als Pakete, dazu unten mehr.
Welche 7 Sehenswürdigkeiten in Bellagio musst du gesehen haben?
Sieben Ziele tragen den Besuch: die Gärten der Villa Melzi und der Villa Serbelloni, die Treppengassen der Altstadt, die Punta Spartivento, das Fischerdorf Pescallo, der Ortsteil San Giovanni mit seinem Schifffahrtsmuseum und der Monte San Primo über dem Ort. Alles außer dem Berg liegt zu Fuß beieinander.
1. Die Gärten der Villa Melzi
Der Uferpark der Villa Melzi zieht sich vom Ortsteil Loppia bis an den Rand des Zentrums, immer am Wasser entlang. Die neoklassizistische Villa selbst, Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut, bleibt geschlossen. Du kommst für den Garten: alte Platanen und Zedern, ein japanisches Teichbecken, Skulpturen am Weg und immer wieder freie Blicke über den See. Der Eintritt kostet 10 €, Kinder bis 11 Jahre sind frei, geöffnet ist täglich von 10 bis 19 Uhr, letzter Einlass um 18.30 Uhr. Gut zu wissen: Tickets gibt es nur an der Kasse am Eingang, eine Reservierung brauchst du nicht. Komm einfach vor dem Mittagsandrang.

2. Die Gärten der Villa Serbelloni
Hoch über dem Ortskern liegt die Villa Serbelloni, heute Sitz des Bellagio Center der Rockefeller-Stiftung. Das Haus selbst ist tabu, seine terrassierten Gärten siehst du nur mit Führung: von Dienstag bis Sonntag je einmal am Vormittag und am Nachmittag, rund zwei Stunden, die erste davon bergauf. Oben stehst du dann über beiden Seearmen, und der Blick gehört zu den besten des ganzen Sees. Die Führung kostet 13 €, Kinder von 7 bis 13 Jahren zahlen 7 €, mehr als 30 Personen kommen nicht mit. Treffpunkt ist der mittelalterliche Turm an der Piazza della Chiesa 14, reserviert wird vorab über das örtliche Tourismusbüro PromoBellagio. Gut zu wissen: Geführt wird auf Italienisch und Englisch, und feste Schuhe zahlen sich aus, das Panorama entschädigt für jede Stufe.

3. Die Salita Serbelloni und die Altstadt
Die Salita Serbelloni, die steile Treppengasse vom Hafen hinauf in den Ortskern, ist das meistfotografierte Motiv von Bellagio: Arkaden, Blumenkästen, kleine Läden auf jeder Stufe. Von ihr zweigen weitere Gassen ab, alle gepflastert, alle schattig, viele mit Durchblick zum Wasser. Oben an der Piazza della Chiesa steht die Basilica San Giacomo, ein romanischer Bau aus den Jahren um 1075 bis 1125. In der Salita Plinio zeigt die Torre delle Arti, ein kleines Kulturzentrum in einem mittelalterlichen Turm, wechselnde Ausstellungen. Gut zu wissen: Zwischen 11 und 17 Uhr schieben sich hier die Tagesgäste im Gänsemarsch durch. Vor 10 Uhr morgens oder nach 18 Uhr hast du dieselben Gassen fast für dich.

4. Die Punta Spartivento
Zehn Gehminuten nördlich vom Anleger endet die Halbinsel an der Punta Spartivento, wörtlich der „Windteilerin“. Hier siehst du, was Bellagio geografisch ist: Vor dir öffnet sich der See nach drei Seiten, links der Arm von Como, rechts der Arm von Lecco, geradeaus das offene Nordbecken mit den Alpen dahinter. Ein kleiner Bootshafen, ein paar Bänke, dazu das Ristorante La Punta, das Seefischlokal direkt an der Landspitze. Mehr braucht dieser Ort nicht. Der Zugang kostet nichts. Gut zu wissen: Am späten Nachmittag steht die Sonne für Fotos am besten, und der Spazierweg hierher ist einer der wenigen ebenen im Ort.

5. Pescallo
Auf der Ostseite der Halbinsel, keine zehn Gehminuten vom Trubel der Salita, liegt Pescallo, ein altes Fischerdorf mit einem Hafen von der Größe eines Handtuchs. Ein paar Boote, übereinandergeschachtelte Häuser, dahinter steigen die Berge des Lecco-Arms auf. Das ist das Bellagio, das auf den Postkarten fehlt. Hier startet auch Bellagio Water Sports, die Kajakbasis des Ortes, zu ihren Touren am Ufer entlang. Gut zu wissen: Der Weg hinüber führt über Treppen und Kopfstein; dafür sitzt du in Pescallo auch im August fast allein am Wasser.

6. San Giovanni und das Schifffahrtsmuseum
San Giovanni, der ruhige Ortsteil am Südwestufer, hat einen kleinen Platz am Wasser, eine Bootsvermietung und ein Museum, das du in keinem zweiten Seeort findest: das Museo degli Strumenti per la Navigazione an der Piazza Don Miotti. Der Sammler Gianni Gini hat dort über 600 nautische Instrumente zusammengetragen, vom Astrolabium bis zum Schiffskompass. Der Eintritt kostet 5 €, geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 13 Uhr, eine Reservierung brauchst du nicht. Gut zu wissen: Nachmittags öffnet das Haus nur nach Vereinbarung. Leg den Besuch auf den Vormittag und iss danach unten am Platz.
7. Der Monte San Primo
Über allem steht der Monte San Primo, mit 1.681 m der höchste Gipfel des Triangolo Lariano, des Bergdreiecks zwischen den beiden Seearmen. Der klassische Rundweg startet in Civenna, dem Bergdorf auf 625 m, das seit 2014 zur Gemeinde Bellagio gehört: 17,5 km, rund 1.060 Höhenmeter, etwa fünf Stunden, begehbar von März bis November. Oben liegt dir der ganze See zu Füßen, dahinter die Alpenkette. Gut zu wissen: Das ist eine echte Bergtour, keine Promenade. Wer es kleiner mag, geht stattdessen die Runde durch die Ortsteile Pescallo, Regatola, Guggiate, San Giovanni und Loppia, gut zwei Stunden auf alten Verbindungswegen.

Wo kannst du in Bellagio baden?
Die erste Adresse ist das Lido di Bellagio, das Strandbad an der Via P. Carcano zwischen Ortskern und Villa-Melzi-Park: Sandstrand, abgegrenzter Badebereich und eine Bar mit Blick über den See, geöffnet von Mai bis September, tagsüber etwa von 10.30 bis 18.30 Uhr. Plätze werden als Pakete vergeben: Die „Box“ mit zwei Liegen, Schirm und Handtüchern kostet 50 € am Tag.
Wer lieber paddelt, bucht bei Bellagio Water Sports in Pescallo eine geführte Kajaktour, rund zweieinhalb Stunden am Ufer entlang, von März bis Oktober und nur mit Reservierung. Und wer den See vom Wasser aus sehen will, ohne zu schwitzen: Boat Hire Bellagio am Platz von San Giovanni vermietet Motorboote, die du ohne Bootsführerschein fahren darfst, für bis zu sechs Personen, Sprit und Versicherung inklusive.

Wie kommst du nach Bellagio?
Der entspannteste Weg führt über Varenna: Ab Milano Centrale fährt der Zug der Trenord im Stundentakt in rund 64 Minuten nach Varenna-Esino, das Ticket kostet ab 7,40 €, und vom Bahnhof sind es wenige Minuten hinunter zum Anleger, wo die Fähre der Navigazione Laghi, der staatlichen Schifffahrtsgesellschaft der oberitalienischen Seen, für 5,50 € nach Bellagio übersetzt. Wer erst ein paar Tage in der Stadt bleibt, findet im Guide 5 Tage Mailand die passende Route bis an den See.
Mit dem Auto brauchst du von Mailand je nach Route anderthalb bis zwei Stunden. Ab Como sind es rund 30 km und etwa 50 Minuten auf der SS583 „Lariana“, der schmalen Uferstraße, die sich Kurve um Kurve am Westufer des Lecco-Arms entlangzieht. Alternativ bringt dich der Bus C130 der ASF Autolinee, des örtlichen Busbetreibers, in rund 70 Minuten von Como nach Bellagio, tagsüber etwa alle 30 bis 60 Minuten. Die Autofähre verbindet Bellagio mit Varenna, Menaggio und Cadenabbia, der Tarif richtet sich nach der Fahrzeuglänge. Von den Flughäfen rechnest du nach Bellagio rund zwei Stunden ab Mailand-Malpensa und je etwa anderthalb Stunden ab Linate und Bergamo.
Die „Lariana“ ist eng, kurvig und im Sommer voll. Wohnmobile und breite SUV tun sich schwer, und Parkplätze im Ort sind knapp. Reise ohne Auto an oder stell es ab: Zug und Fähre bringen dich stressfrei bis an den Anleger.
Geparkt wird in den blauen Zonen, gebührenpflichtig täglich von 8 bis 20 Uhr: In Zone 1 zwischen Loppia und dem Rathaus zahlst du 2,50 € je Stunde, in Zone 2 an den Orträndern 2 € je Stunde. Weiß markierte Plätze sind kostenlos, auch über Nacht. Bezahlt wird am Automaten mit Kennzeicheneingabe, bar oder mit Karte.
Wege nach Bellagio im Überblick
| Verbindung | Preis und Dauer |
|---|---|
| Zug Milano Centrale nach Varenna-Esino | ab 7,40 € · rund 64 Min., Stundentakt |
| Fähre Varenna nach Bellagio | 5,50 € einfach |
| Fähre Menaggio nach Bellagio | 5,50 € einfach |
| Schiff Como nach Bellagio | 12 € einfach · Rundfahrt 24 € |
| Tageskarte Schiff, mittleres Seebecken | 17,50 € |
| Bus C130 Como nach Bellagio | rund 70 Min. Fahrzeit |
| Autofähre ab Varenna, Menaggio, Cadenabbia | Tarif nach Fahrzeuglänge |
| Parken blaue Zone, 8 bis 20 Uhr | Zone 1: 2,50 € · Zone 2: 2 € je Std. |
Stand: September 2026 · Schiffstarife der Navigazione Laghi gültig ab 1. April 2026, Bahn laut Trenord, Parken laut PromoBellagio.

Was musst du in Bellagio unbedingt probieren?
Die Küche am Comer See kommt aus dem Wasser. Ihr eigenwilligstes Gericht sind missoltini: im Mai gefangene Agonen, kleine Maifische des Sees, die an der Luft getrocknet, in Schichten mit Lorbeer konserviert und dann kurz gegrillt werden, serviert mit Öl, Essig und gerösteter Polenta. Milder und auf fast jeder Karte: Filets vom pesce persico, dem Flussbarsch, in Butter und Salbei gebraten, oft auf Risotto. Und Bellagio selbst hat ein eigenes Gericht, den toc: eine aufwendig gerührte Polenta mit viel Butter und Käse, die traditionell aus einem gemeinsamen Brett gegessen wird und heute nur noch selten auf den Tisch kommt. Wenn du sie irgendwo siehst: bestellen.

Wo isst du am besten in Bellagio?
Drei Häuser decken drei Gelegenheiten ab: das Bilacus für den Abend in der Altstadt, das La Punta für den langen Mittag am Wasser und die Darsene in Loppia für die Pause nach dem Villengarten.
| Restaurant | Das erwartet dich |
|---|---|
| Ristorante Bilacus Salita Serbelloni 32 | Regionale Küche mit hausgemachter Pasta und Seefisch, Terrasse unter einer Pergola mitten an der berühmten Treppengasse, mehrfach ausgezeichnete Weinkarte. |
| Ristorante La Punta Via Eugenio Vitali 19 | Seefisch nach lariischer Tradition direkt an der Punta Spartivento, Blick auf alle Seearme, über 300 italienische Weine, täglich von 11.30 bis 22 Uhr durchgehend. |
| Alle Darsene di Loppia Loppia | Mediterrane, saisonale Küche in den alten Bootshäusern von Loppia, wenige Schritte vom Südeingang der Villa-Melzi-Gärten. |
Am See gilt: Küchenzeiten sind kurz, mittags ab etwa 12 Uhr und abends ab 19 Uhr. Wer zwischen den Zeiten Hunger hat, bekommt an der Promenade Panini und Eis. In der Hochsaison reservierst du fürs Abendessen besser einen Tag vorher.
Wo übernachtest du am besten in Bellagio?
Bellagio hat vom einzigen Fünfsternehaus des Ortes bis zum Familienbetrieb in fünfter Generation alles, nur billig ist es selten. Drei Häuser mit langer Geschichte stehen für die Bandbreite.
| Unterkunft | Das erwartet dich |
|---|---|
| Grand Hotel Villa Serbelloni Via T. Olivelli 1 | Fünf Sterne, das einzige Haus dieser Klasse am Ort, seit über 150 Jahren am Seeufer: Spa, Pools, Beach Club und eigener Park, geöffnet von April bis November. |
| Hotel Belvedere Via Valassina 31 | Familienbetrieb der Familie Martinelli seit 1880, heute in fünfter Generation, terrassierter Garten mit Seeblick oberhalb des Zentrums, Spa mit Dampfbad. |
| Hotel Florence Piazza Mazzini 46 | Traditionshaus mit über 160 Jahren Geschichte direkt an der Uferpromenade, mit Restaurant, Cocktailbar und Spa; öffnet nach Komplettrenovierung im April 2026 neu. |
Für ruhige Nächte lohnt der Blick auf die Ortsteile: In Pescallo, San Giovanni und Loppia wohnst du wenige Gehminuten vom Zentrum, aber ohne den Abendtrubel der Salita.
Wann ist die beste Reisezeit für Bellagio?
Mai, Juni und September sind die beste Zeit: Die Gärten stehen voll im Laub, die Fähren fahren dicht getaktet, und der große Ansturm der Sommerferien fehlt. Im Frühjahr blühen Azaleen und Oleander in den Uferparks, der September legt das ruhigste Licht über den See. Juli und August funktionieren, sind aber heiß und voll. Dann hilft der Rhythmus der Tagesgäste: früh raus, mittags an den Lido oder aufs Wasser, abends zurück in die Gassen.
Das Winterhalbjahr ist die stille Seite der Medaille: Die Gartenführungen der Villa Serbelloni starten erst wieder im März, der Lido öffnet im Mai, und auch große Häuser wie das Grand Hotel Villa Serbelloni schließen von Dezember bis März. Dafür gehören dir Promenade und Punta Spartivento dann allein. Wie das Wetter gerade aussieht, zeigt dir unsere Seite Wetter Comer See mit Prognose für die Region.

Welche Feste und Termine solltest du einplanen?
Das große Ortsfest ist die Sagra di San Giovanni, das Patronatsfest des Ortsteils San Giovanni, drei Tage um den Johannistag Ende Juni: Am Abend zieht eine Lichterprozession vom Grand Hotel Villa Serbelloni durch die Villengärten hinüber nach San Giovanni, am Festplatz gibt es Seefisch vom Grill, am Sonntag die Messe. Das berühmte Feuerwerk auf dem Wasser, das viele mit diesem Wochenende verbinden, gehört dagegen zur Sagra der Isola Comacina, der kleinen Insel im Como-Arm. Von Bellagio aus erlebst du es am besten per Schiff.
Durch den Sommer trägt der Kalender weiter: Von Anfang Mai bis Anfang Dezember stellen Kunsthandwerker und Hobbykünstler am Lungolago Europa, dem Uferboulevard, ihre Stände auf, und das Festival di Bellagio e del Lago di Como bringt Klassikkonzerte in Kirchen und Villen. Der Markt kommt jeden dritten Mittwoch im Monat von 7 bis 17 Uhr auf den Parkplatz am Lungolago Europa; einen klassischen Wochenmarkt hat der Ort nicht. Rund um die Sagra Ende Juni buchst du dein Zimmer besser Monate im Voraus.

Was du über Bellagio wissen solltest
1. Der Ort läuft mittags über. Zwischen 11 und 17 Uhr entladen Fähren und Busse ihre Gäste im Viertelstundentakt, und in der Salita geht es dann nur noch im Gänsemarsch voran. Wer über Nacht bleibt, hat morgens und abends einen anderen Ort. Genau dann ist Bellagio am schönsten.
2. Billig ist hier nichts. Bellagio gehört zu den teuersten Adressen am See, vom Cappuccino mit Seeblick bis zum Zimmer im August. Es geht auch anders: Kaffee an der Bar im Stehen, Mittagessen in den Ortsteilen statt an der Promenade, und die Nebensaison drückt die Zimmerpreise deutlich.
3. Der Ort besteht aus Treppen. Kopfstein und Stufen prägen die ganze Altstadt, mit Kinderwagen, Rollstuhl oder schwerem Koffer wird das mühsam. Eben unterwegs bist du am Lungolago und auf dem Weg zur Punta Spartivento; fürs Gepäck hilft ein Quartier nahe am Anleger.
4. Im Winter macht der Ort Pause. Von Dezember bis in den März sind die Villengärten zu, der Lido geschlossen und viele Hotels und Lokale im Winterschlaf. Dafür bekommst du Promenade, Punta und Gassen dann fast allein, und als stiller Fotowinter hat auch das seinen Reiz.
5. Das Auto ist hier Ballast. Die Uferstraße ist eng, die blauen Zonen kosten bis 2,50 € je Stunde, und an Sommerwochenenden ist um die Mittagszeit schlicht alles belegt. Zug und Fähre über Varenna sind schneller, billiger und entspannter. Oder du parkst auf weißen Linien am Ortsrand und gehst die letzten Minuten.

Für wen lohnt sich Bellagio?
Paare und Genießer bekommen hier den Comer See wie aus dem Film: Villengärten, Aperitivo an der Promenade, Abendlicht über drei Seearmen. Dass am See auch geheiratet wird wie kaum irgendwo in Italien, zeigt unser Guide Heiraten am Comer See.
Garten- und Architekturfans haben mit Melzi und Serbelloni zwei der großen Anlagen des Sees an einem Ort: ein voller Tag, ohne eine Fähre zu besteigen.
Familien funktionieren am besten mit Wasserprogramm: Lido, Kajaktour ab Pescallo, Motorboot ohne Führerschein ab San Giovanni. Die Gärten der Villa Melzi kosten für Kinder bis 11 nichts.
Aktive holen sich den Monte San Primo als Tagestour und rollen danach die Beine am See aus. Die Region kann übrigens auch Golf, wie unsere Übersicht der Golfplätze am Comer See zeigt.
Nachtschwärmer und Sparfüchse sind ehrlicherweise falsch hier: Abends wird es still, und die Preise bleiben hoch. Für schmale Budgets ist der Tagesbesuch ab Varenna oder Como die beste Form, Bellagio mitzunehmen.
Kombiniere Bellagio mit Varenna, Menaggio und Como
Bellagio ist der perfekte Angelpunkt fürs mittlere Seebecken: Varenna mit seinen Gassen am Ostufer und Menaggio mit seiner langen Uferpromenade im Westen liegen beide nur eine kurze Fährfahrt für je 5,50 € entfernt. Wohin sich darüber hinaus ein Abstecher lohnt, von Como bis Lecco, sortiert unser Guide über die schönsten Orte am Comer See.
Como selbst, die Seidenstadt am Südende des westlichen Arms, erreichst du per Schiff in einer langen, schönen Fahrt über die Ufergemeinden oder mit dem Bus C130; als Rundfahrt ab Como kostet das Schiff 24 €, Kinder zahlen 12 €. Wer vom Süden anreist, hängt am besten gleich Mailand davor.

Ein Ticket macht dieses Dreiecksspiel besonders bequem, und es ist der günstigste Luxus des ganzen Sees.
Mit der Tageskarte gehört dir das Seedreieck
Die Tageskarte der Navigazione Laghi für das mittlere Seebecken kostet 17,50 € und verwandelt den See in dein Nahverkehrsnetz. Du springst den ganzen Tag beliebig oft aufs Schiff: mit der ersten Fähre hinüber nach Varenna, wenn dort noch die Einheimischen den Kaffee trinken, mittags weiter nach Menaggio, am späten Nachmittag zurück nach Bellagio zum Aperitivo an der Punta. Schon mit drei Einzelfahrten hast du den Preis fast drin, jede weitere ist geschenkt. Und du siehst den See so, wie er gedacht ist: vom Wasser aus.
Unser Fazit: Bellagio hält, was die Postkarte verspricht
Bellagio ist kein Geheimnis, und es tut nicht so: Der Ort an der Gabelung der Seearme ist die Bühne des Comer Sees, mit zwei großen Villengärten, der berühmtesten Treppengasse Italiens und einem Aussichtspunkt, an dem sich der See dreiteilt. Die Massen, die das anzieht, sind real. Aber sie folgen einem Fahrplan, und wer ihn kennt, hat den Ort zu den besten Stunden für sich.
Dazu ist der Klassiker erstaunlich fair kalkuliert: Beide Gärten, das Schifffahrtsmuseum und die Fähre von Varenna zusammen kosten mit rund 33 € weniger als mancher einzelne Palast in Venedig oder Florenz. Die Punta Spartivento, der Lungolago und die Ortsteilrunde kosten gar nichts.
Der nächste Schritt: Leg zwei Nächte nach Bellagio, plane die Gärten für den Vormittag und das Seedreieck mit der Tageskarte für den zweiten Tag. Den Rest der Region planst du mit unserem Comer See Travel Guide.
Karte: Bellagio, Comer See
Bildergalerie: Bellagio
Erlebnisse & Sehenswürdigkeiten
Preise, Öffnungszeiten und Fahrpläne können sich ändern. Prüfe die Angaben vor deiner Reise auf den offiziellen Seiten.
Quellen und weiterführende Infos
- Giardini di Villa Melzi d’Eril: Preise und Öffnungszeiten (abgerufen September 2026)
- PromoBellagio: Villa Serbelloni, Parken, Veranstaltungen (abgerufen September 2026)
- Navigazione Laghi: Tarife Lago di Como, gültig ab 1. April 2026 (abgerufen September 2026)
- Trenord: Verbindung Milano Centrale nach Varenna-Esino (abgerufen September 2026)
- Lido di Bellagio: Saison und Strandplätze (abgerufen September 2026)
- Museo degli Strumenti per la Navigazione: Eintritt und Zeiten (abgerufen September 2026)


























